

Die chemische Industrie zieht mit der Produktion wieder an.
KÖLN (gtai). Die Chemieausfuhren (einschließlich der Exporte anderer Wirtschaftszweige) expandierten um 12%. Noch stärker war das Wachstum bei den Importen, hier schätzt der Verband die Erhöhung auf 15%.
Der VCI warnt allerdings davor, eine ungebremste Fortsetzung der in den letzten Monaten sehr dynamischen Branchenentwicklung zu erwarten. Anlässlich der Halbjahrespressekonferenz am 7. Juli erklärte Verbandspräsident Prof. Dr. Ulrich Lehner: "Dennoch werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Wir gehen davon aus, dass die Dynamik der Nachfrage für chemische Erzeugnisse in den kommenden Monaten nachlässt. Hierfür sprechen zwei Gründe: Erstens wird mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme und dem Beginn der Haushaltskonsolidierung in vielen Ländern das gesamtwirtschaftliche Wachstum Europas gedämpft.
Zweitens bleibt die Wirtschaft angesichts der Schuldenkrise verunsichert. Vor diesem Hintergrund scheint ein umfangreicher Lageraufbau in der Industrie auf absehbare Zeit wenig plausibel. Die Chemieproduktion wird sich daher in den kommenden Monaten den deutlich geringeren Wachstumsraten der Kundenbranchen anpassen."
16.08.2010 - Technik+Einkauf
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