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13.11.2017

Energierohstoffpreise ziehen weiter an

Im Oktober stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den vierten Monat in Folge. Die durchschnittlichen Preise aller im Index enthaltenen Rohstoffe stiegen um 2,2 % (in Euro: 3,5 %). Der Gesamtindex notierte damit bei 108,5 Punkten (in Euro: 102,3 Punkte).

Der Aufschwung fiel dabei nicht ganz so stark aus wie im Vormonat. Die Preise für Energierohstoffe stiegen, dagegen fielen die Preise für Industrierohstoffe. Die Preise für Nahrungs- und Genussmittel stagnierten im Oktober. Der Index ohne Energie fiel um 1,8 % (in Euro: -0,5 %) auf 109,5 Punkte (in Euro: 103,3 Punkte).

Index für Energierohstoffe

Im Oktober stiegen die durchschnittlichen Preise der drei führenden Rohölsorten erneut. Im Einzelnen betrug der Preisanstieg für die europäische Rohölsorte Brent 3,8 % (in Euro: +5,2 %). Rohöl aus dem Nahen Osten verteuerte sich um 2,6 % (in Euro: +3,9 %) und der Referenzpreis für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 3,5 % (in Euro: +4,9 %). Der durchschnittliche Rohölpreis aller drei Rohölsorten stieg um 3,3 % (in Euro: +4,6 %) auf 54,89 US-Dollar (46,68 Euro) pro Barrel.

Die weltweite Nachfrage nach Rohöl ist aufgrund des höchsten globalen Wirtschaftswachstums seit der Finanzkrise weiterhin ungebrochen hoch. Demgegenüber stehen die Förderbeschränkungen der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und eine Halbierung der Fördermenge von Rohöl in der Region Kurdistan aufgrund des militärischen Eingreifens des Iraks. Die Preise für Rohöl stiegen im Oktober kontinuierlich. Am 27.Oktober kostete ein Barrel der Rohölsorte Brent durchschnittlich 60,58 US-Dollar. Damit durchbrach Brent, als einzige der drei Rohölsorten zum Monatsende, die 60 US-Dollar Marke. Preise für Rohöl von über 60 US-Dollar wurden zuletzt Mitte des Jahres 2015 beobachtet.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas stieg im Oktober um 1,7 % (in Euro: +3,0 %) gegenüber dem Vormonat. Dabei betrug der Preisanstieg bei europäischem Erdgas 7,3 % (in Euro: +8,7 %). Eine hohe Nachfrage aufgrund der beginnenden Heizperiode ist verantwortlich für den Preisanstieg in Europa. In den USA ist der durchschnittliche Preis für Erdgas um 2,8 % gefallen (in Euro -1,6 %). Die Förderung der Kohleindustrie zur Primärenergiegewinnung durch die neue Umweltpolitik von Rick Perry, dem Energieminister in der US-amerikanischen Regierung von Donald Trump, setzt die Preise von US-amerikanischem Erdgas weiterhin unter Druck. Investitionen in die Energieerzeugung aus Erdgas verlieren an Attraktivität, was die Erdgasnachfrage in den USA mittelfristig beschränkt. Der durchschnittliche Preis für Kohle fiel im Oktober leicht um 1,0 % (in Euro: +0,3 %). Der Index für Energierohstoffe stieg insgesamt im Oktober um 6,2 % (in Euro: +4,2 %) auf 108,3 Punkte (in Euro: 102,2 Punkte).

Index für Industrierohstoffe

Die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe sanken im Oktober leicht um 0,8 % (in Euro: +0,5 %). Der Kautschukpreis fiel um 9,0 % (in Euro: -7,8 %). Diffuse spekulative Erwartungen an die zukünftige Angebotsentwicklung ließen den Kautschukpreis fallen. Schnittholz verteuerte sich um 7,8 % (in Euro: +9,2 %). Strafzölle seitens der USA auf kanadische Holzimporte und eine höhere US-amerikanische Nachfrage aufgrund des Wiederaufbaues nach den von Hurrikans und Tornados angerichteten Schäden ließen die Preise für Holz steigen. Weiterhin vernichteten Feuer Teilgebiete von kanadischen Wäldern. Der höheren Nachfrage steht ein reduziertes Angebot gegenüber. Die Preise der im Index vertretenen NE-Metalle sind im Oktober durchschnittlich um 2,2 % (in Euro: +3,5 %) gestiegen.

Im Einzelnen stieg der Preis für Aluminium um 1,4 % (in Euro: +2,7 %), der Bleipreis stieg um 5,7 % (in Euro: +7,0 %), der Kupferpreis stieg um 3,5 % (in Euro: +4,9 %), der Nickelpreis stieg um 0,9 % (in Euro: +2,2 %), der Zinkpreis stieg um 4,7 % (in Euro: +6,0 %) und der Preis für Zinn fiel um 1,8 % (in Euro: -0,5 %).

Die Preise für Eisenerz und Stahlschrott sind erneut im Oktober um 12,8 % (in Euro: -11,7 %) gefallen. Stahlschrott verbilligte sich aufgrund geringer Nachfrage der Stahlproduzenten. Der Einsatz von Stahlschrott in der Stahlproduktion erfordert die Verwendung von Elektroden, deren Preis in letzter Zeit deutlich stieg. Anstelle von Stahlschrott wird deshalb gegenwärtig verstärkt Roheisen in der Produktion von Stahl verwendet und die Stahlschrottnachfrage fiel. Insgesamt fiel der Index für Industrierohstoffe um 2,8 % (in Euro: -1,5 %) auf 118,3 Punkte (in Euro: 111,7 Punkte), nachdem er noch im September leicht gestiegen war.

Bild:  electriceye/Fotolia.de

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