7 Arten zu kündigen und wie sie die Karriere beeinflussen
10.11.2017

7 Arten zu kündigen und wie sie die Karriere beeinflussen

Sie wollen oder müssen kündigen? Wir sagen, welche Arten zu kündigen einen positiven oder schlechten Einfluss haben.

Die Organisationsforscher Anthony Klotz und Mark Bolino haben in ihrer Studie „Saying goodbye: The nature, causes, and consequences of employee resignation styles“ sieben Stile beschrieben, wie Arbeitnehmer kündigen und wie sie sich jeweils auf die weitere Karriere auswirken. Vor allem drei davon stellten sich als besonders negativ für den weiteren Karriereverlauf heraus.

7 Arten zu kündigen: positive, neutrale und negative Auswirkungen

Positive Auswirkungen: In guter Erinnerung und somit häufig auch auf dem Radar für eine künftige Zusammenarbeit bleiben vor allem Arbeitnehmer, die sich freundlich vom Unternehmen trennen. Sie wechseln meist aufgrund neuer Ziele oder anderer Lebensumstände den Job. Die Mitarbeiter wollen die Brücken nicht abreißen. Rund 10 Prozent der Kündigungen verlaufen auf diese Weise.

Auch beim sogenannten vorschriftsmäßigen Kündigungsstil (ca. 30 Prozent der Kündigungen) bleibt der Arbeitnehmer in guter Erinnerung. Der Mitarbeiter sucht das persönliche Gespräch mit dem Vorgesetzten und nennt den Grund für seine Kündigung. Meist verläuft die Trennung in gegenseitiger Wertschätzung, aber ohne Herzlichkeit.

Neutrale Auswirkung: Etwa 8 Prozent der Arbeitnehmer geht mit Vorankündigung. Sie haben keine negativen Gefühle, wollen aber auch nicht weiter Kontakt halten. Der Chef wird vor der Kündigung ins Vertrauen gezogen. Meist geschieht diese Kündigung, weil berufliche Veränderungen anstehen.

Ein knappes weiteres Drittel der Kündigungen wird noch sachlicher, neutraler und knapper. Die Mitarbeiter wünschen sich noch nichtmal ein persönliches Gespräch. Weiterer Kontakt ist unerwünscht. Die Trennung verlaufe oberflächlich, so die Forscher.

Negative Auswirkung: 10 Prozent der Kündigungen erfolgen mit einem fulminanten Rundumschlag. Diese Mitarbeiter teilen ihren Chefs noch einmal mit, wie frustriert sie sind und was sie wirklich von ihnen und der Firma halten. Sie wollen Frust, Ärger oder Angst bei den Vorgesetzten auslösen. Zwar bleibt diese Kündigung meist lange in Erinnerung, hinterlässt aber viel verbrannte Erde und macht eine weitere Zusammenarbeit sehr unwahrscheinlich.

Ebenfalls schwierig ist die sogenannte Affekt-Kündigung (4 Prozent der Kündigungen). Sie erfolgt aus Wut oder Enttäuschung heraus und oft fallen Worte, die besser nicht gefallen wären. Eine solche Kündigung wird als unprofessionell wahrgenommen und hinterlässt schlechte Erinnerungen.

Weitere 10 Prozent der Kündigungen geschehen kleinlaut. Diese Mitarbeiter würden am liebsten einfach vom einen auf den anderen Tag ausscheiden. Sie geben ihre Kündigung schriftlich bekannt, geben die Beweggründe nicht preis und gehen Vorgesetzten und Kollegen aus dem Weg. Sie sind plötzlich einfach weg.

Bild: PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT/Shutterstock.com

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