Hackett Studie: Beschaffung verändert sich radikal durch Digitalisierung
18.04.2017

Hackett Studie: Beschaffung verändert sich radikal durch Digitalisierung

Die Bedeutung der Digitalisierung ist in den Beschaffungsabteilungen angekommen, doch noch immer bestehen große Mängel bei der Strategie und dem Talentmanagement. Das ergab die aktuelle Studie der Hackett Group.

Dass Digitalisierung auch für die Beschaffung immer wichtiger wird, ist den meisten Führungskräften bewusst. Die Wenigsten aber glauben, dass in ihrem Unternehmen die für den digitalen Wandel nötigen Strategien, Kompetenzen und Fähigkeiten vorhanden sind. Die Folge: Eine große Lücke zwischen der durch die Digitalisierung vorgegebene Herausforderung und der realen Veränderung der Unternehmen – und diese Kluft droht, ständig größer zu werden.

Die jüngste Procurement-Studie der Hackett Group zeigt es ganz deutlich: Bei der Realisierung wichtiger unternehmensrelevanter Ziele und Vorgaben sehen die Führungskräfte von rund 180 untersuchten Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde US-Dollar ganz erheblichen Nachholbedarf, zum Teil auch erhebliche Mängel und Lücken.

Mehr noch: Viele der befragten Topmanager der Global Player, davon rund ein Drittel europäischer und deutscher Unternehmen, sind sogar der Überzeugung, dass ihren Unternehmen die nötigen Strategien und Talente fehlen, mit denen diese Ziele umgesetzt werden könnten.

Über 85 Prozent der Befragten Führungskräfte sind davon überzeugt, dass Cloud-basierte Anwendungen, hochentwickelte Analyseverfahren, Robotik-Automatisierung, mobile Computing und Big Data – kurz: alles was unter „Digitalisierung“ subsummiert wird – nicht allein exponenziell wachsen werden, sondern dass sie auch die Services, die Procurement dem Unternehmen bereitstellt, tiefgreifend verändern werden. Aber nur 32 Prozent glauben, dass in ihrem Unternehmen für diese immensen Veränderungen auch die strategischen Weichenstellungen existieren und sogar nur 25 Prozent schätzen, dass ihr Unternehmen über die nötigen Ressourcen und Kompetenzen verfügt.

Vier Risikobereiche für den digitalen Wandel

Die Hackett-Studie deckt auch vier besonders risikobehaftete Bereiche auf: Cyber-Sicherheit, intensivierter Wettbewerb, bahnbrechende, umwälzende Innovationen und mangelnde Talente werden während der nächsten Jahre beim digitalen Wandel als mögliche Gefahrenquellen immer mehr Bedeutung gewinnen.

Bild Hans-Nicolai Hars

Hans-Nicolai Hars, Senior Director für Procurement, The Hackett Group

Dazu kommt noch, dass im laufenden Geschäftsjahr 2017 die Beschaffungs-Budgets um weniger als ein Prozent wachsen , sodass die Beschaffungsabteilungen gezwungen sein werden, die nötigen Veränderungen – Optimierung der Kundenzentrierung, der Agilität, generell der Dienstleistungen für das Unternehmen und schließlich den digitalen Wandel – weitgehend aus eigener Kraft zu stemmen.

Hans-Nicolai Hars, bei The Hackett Group in DACH als Senior Director für Procurement zuständig: „Die Kluft zwischen der Erkenntnis, dass der digitale Wandel unausweichlich kommen wird und dem Mangel an den dafür nötige Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten, ist nicht allein auf „Procurement“ beschränkt – sie existiert genauso bei Finance, HR und IT. Dennoch ist es bestürzend zuzuschauen, wie Beschaffungs-Führungskräfte oft unbedarft den digitalen Wandel angehen, ohne einen schlüssigen Plan zu entwickeln oder die entsprechend qualifizierten Mitarbeiter zu haben. Das muss schief gehen.“

Experte Hars fügt hinzu: „Die Verantwortlichen müssen sich gründlich mit den digitalen Technologien vertraut machen sowie diese priorisieren. Parallel dazu sollten sie die notwendige Personal- und Kompetenz-Basis schaffen. Nur so kann der digitale Wandel erfolgreich gelingen.“

Die Hackett Studie “The CPO Agenda: Keeping Pace with Enterprise Digital Transformation” kann – nach Registrierung – kostenfrei unter http://www.thehackettgroup.com/research/2017/social-media/key17pr/ abgerufen werden.

(Bilder: Cybrain-Fotolia.de, The Hackett Group)

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