Rohstoffe werden wieder teurer
10.08.2017

Rohstoffe werden wieder teurer

Der HWWI-Rohstoffpreisindex unterbricht im Juli seine zweimonatige Abwärtsbewegung und steigt um 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Damit erreicht der HWWI-Rohstoffpreisindex ein Niveau von 96,6 Punkten (in Euro: 93,1 Punkten). Es verteuerten sich die Preise aller im Index vertretenen Rohstoffgruppen. Die Rohstoffe kosteten im Juli dieses Jahres 7,2 Prozent (in Euro: +3,0 %) mehr als im Juli 2016. Besonders erhöhten sich im Juli die Preise für Industrierohstoffe mit 6,6 % (in Euro: +3.9 %). Sie lieferten den größten Beitrag zum Wachstum des HWWI-Rohstoffpreisindex.

Nahrungs- und Genussmittelpreise stiegen um 3,6 % (in Euro: +1,0 %) und der Index für Energierohstoffe wuchs um 3,2 % (in Euro: +0,6 %). Ohne Berücksichtigung der Energierohstoffpreise stiegen die Preise der Rohstoffe um 5,4 % (in Euro: +2,8 %) gegenüber dem Vormonat.

Index für Energierohstoffe: +3,2 % (in Euro: +0,6 %)

Die Preise für Rohöl stiegen im Juli um 3,5 % (in Euro: +0,9 %) auf durchschnittlich 47,90 US-Dollar (41,60 Euro) pro Barrel. Dies ist die Folge von Preissteigerungen bei allen drei Referenzsorten. Ein Grund dafür ist der Plan der OPEC, sich mit den anderen Rohölexporteuren erneut über die strikte Einhaltung der in den letzten Monaten getroffenen Förderquotenreglungen zu beraten. Weiterhin strebt die OPEC eine Einbeziehung Libyens und Nigerias in die Quotenregelung an, um die Fördermengen langfristig zu begrenzen.

Dem global gestiegenen Angebot stand allerdings auch eine stark anwachsende Rohölnachfrage gegenüber. Weiterhin erfolgte ein Abbau von Lagerbeständen in der erdölverarbeitenden Industrie. Diese abnehmenden Bestände wurden nicht ausgeglichen und so wird eine ansteigende Nachfrage nach Rohöl in naher Zukunft erwartet. Dies ließ die Preise für Rohöl, besonders zum Monatsende hin, steigen.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas stieg im Juli um 0,9 %. (in Euro: -1,6 %). Der Preis für Kohle wuchs um 6,1 % (in Euro: +3,5 %). Der Index für Energierohstoffe stieg insgesamt im Juli um 3,2 % (in Euro: +0,6 %) auf 94,8 Punkte.

Index für Industrierohstoffe: +6,6 % (in Euro: +3.9 %)

Die Preise der einzelnen Rohstoffgruppen im Index für Industrierohstoffe entwickelten sich im Juli einheitlich positiv. Der Index für Agrarische Rohstoffe stieg um 4,0 % (in Euro: +1,5 %). Der Preis für Kautschuk stieg im Juli um 5,5 % (in Euro: +2,8 %), nachdem er in den letzten Monaten gefallen war. Der Preisrückgang aufgrund von guten Ernteaussichten scheint beendet und die Nachfrage lässt die Preise steigen.

Der Index für NE-Metalle stieg um 3,2 % (in Euro: +0,6 %). Alle durchschnittlichen Preise der im Index vertretenen NE-Metallrohstoffe stiegen, wobei der Preis für Zink am stärksten mit 8,1 % (in Euro: +5,5 %) wuchs. Weiterhin stieg der Preis für Blei um 6,2 % (in Euro: +3,6 %). Der Nickelpreis wuchs mit 6,1 % (in Euro: +3,5 %) und der Preis für Kupfer stieg um 4,8 % (in Euro: +2,2 %) gegenüber dem Vormonat. Der Index für Eisenerz und Stahlschrott stieg im Juli kräftig um 15,1 % (in Euro: +12,3 %), nachdem er in den letzten Monaten deutlich gefallen war. Die Preise für Eisenerz verteuerten sich deutlich, wobei die Preise für Stahlschrott leicht nachgaben.

Die gute Konjunkturlage in China erzeugte eine hohe Nachfrage nach Stahl, deshalb wurden die Produktionskapazitäten voll ausgenutzt, was eine hohe Nachfrage nach Eisenerz nach sich zog. Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im Juli um 6,6 % (in Euro: +3,9 %) auf 113,3 Punkte.

Index für Nahrungs- und Genussmittel: +3,6 % (in Euro: +1,0 %)

Im Juli sind die Preise für Nahrungs- und Genussmittel gegenüber dem Vormonat Juni ebenfalls gestiegen. Der Preisanstieg bei Weizen war mit 10,6 % (in Euro: +7,9 %) am stärksten. Der Weizenpreis stieg aufgrund von schlechten Ernten wegen zu großer Trockenheit in den USA und Kanada sowie erhöhter Nachfrage vor allem in Südostasien.

Insgesamt stieg der Index für Nahrungs- und Genussmittel im Juli um 3,6 % (in Euro: +1,0 %) auf 100,2 Punkte.

Bild: pixelmaxl/Fotolia.de

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