Doch kein Siegeszug des Elektromotors?
11.10.2017

Doch kein Siegeszug des Elektromotors?

Die Deutsche Energieagentur (Dena) glaubt nicht an den Siegeszug des Elektromotors. Die Experten halten einen Antriebs-Mix für wahrscheinlicher.

Im Jahr 2050 wird es einen Mix aus Verbrennern, E-Autos und Motoren mit Brennstoffzelle auf den Straßen geben. Davon ist die Deutsche Energieagentur (Dena) überzeugt. Das ist ein zentrales Ergebnis ihrer neuen Leitstudie zur Energiewende.

“Eine rein strombasierte Energieversorgung aller Verkehrsträger scheint den an der Leitstudie beteiligten Experten sehr unwahrscheinlich”, heißt es darin. Vor allem bei schweren Lkw, Schiffen oder dem Flugzeug rechnen die Fachleute nicht mit einem Wechsel auf den Batterieantrieb. Auch in Zukunft werde daher ein hohes Volumen an flüssigen oder gasförmigen Treibstoffen in Deutschland gebraucht werden. Benzin und Diesel müssten aber durch Bio-Sprit ersetzt werden, um die Verschmutzung der Atmosphäre mit noch mehr Kohlendioxid zu verhindern.

Staatliche Kaufprämien überflüssig

Auch wenn die E-Mobilität nicht alle Bereiche des Verkehrssektors dominieren dürfte, wird sie laut der Untersuchung eine gewichtige Rolle spielen. Staatliche Kaufprämien hält die Dena für überflüssig.

Die Forscher haben mit drei Szenarien gearbeitet, um den weiteren Kurs der Energiewende abzustecken. Wesentlich kostengünstiger und stabiler als die Versorgung aller Bereiche des Lebens und der Wirtschaft mit Strom als Energieträger ist demnach ein gemischtes System mit einem breiten Energiemix. Gas werde dabei eine tragende Rolle spielen.

Die Dena macht aber gleichzeitig deutlich, dass Windräder, Solarfelder und Stromnetze noch stärker als in der Vergangenheit ausgebaut werden müssten, um das Pariser Klimaabkommen erfüllen zu können. Statt jährlich 6,5 Gigawatt sollte Deutschland 8 Gigawatt an neuer Kapazität für grünen Strom aufstellen.

Bild: a bruno/Fotolia.de

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