US-Strafzölle gefährden Jobs in den Staaten
14.03.2017

US-Strafzölle gefährden Jobs in den Staaten

Eine Studie sagt, dass Strafzölle, wie sie US-Präsident Trump plant, langfristig Stellen in den USA gefährden würden.

Sollte US-Präsident Trump seine Strafzoll-Pläne für die Automobilbranche umsetzen, rechnet die Unternehmensberatung Roland Berger mit einem Abbau von Jobs in den USA. Denn mittel- und langfristig würden Stellen ab- statt aufgebaut. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Roland Berger-Studie “New US tax/tariff proposals and their impact on the US automotive industry”.

Hohe Zusatzkosten – auch für US-Autos

Sollten die Zölle tatsächlich eingeführt werden, würden die Herstellungskosten für in den USA verkaufte Fahrzeuge im Schnitt um 3.300 Dollar steigen. Selbst bei Modellen der amerikanischen Hersteller würde der hohe Anteil importierter Komponenten Mehrkosten von durchschnittlich 1.500 Dollar verursachen. Bei asiatischen Fahrzeugen wären es 2.000 Dollar, bei europäischen Modellen 5.300 Dollar und bei reinen Importeuren würden die Kosten sogar um 6.400 Dollar pro Fahrzeug steigen.

Weniger Gewinn, weniger Arbeitsplätze

Amerikanische Verbraucher müssten also Zusatzkosten tragen, die Gewinnspanne der Hersteller würde schrumpfen, ihre Verkaufszahlen zurückgehen. Die Folge: sinkende Einnahmen sowohl bei den Automobilherstellern (OEMs) als auch bei den Zulieferern. Selbst amerikanische Hersteller würden in ihrem wichtigen Heimatmarkt so viel Gewinn verlieren, dass sie global gesehen in die Verlustzone abrutschen würden. Diese würden daraufhin wiederum Arbeitsstellen streichen.

Die amerikanische Regierung würde also genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich beabsichtigt: Sinkende Absatzzahlen und Margen sowie in der Folge Arbeitsplatzverluste, zunächst bei den Zulieferern, mittel- und langfristig auch bei den Herstellern.

US-Produktion heute nicht kostendeckend

Die Produktion in die USA zu verlagern, löse das Kostenproblem auch nicht: Abgesehen von den hohen Kosten für den Aufbau der Produktionskapazitäten, können kleine und Mittelklasse-Fahrzeuge in den USA schon heute nicht kostendeckend produziert werden.

Bild: detailfoto/Shutterstock.com


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