So wehren sich Unternehmen gegen Negativzinsen
10.08.2017

So wehren sich Unternehmen gegen Negativzinsen

Viele Banken verlangen Parkgebühren für Einlagen von Unternehmenskunden. Doch diese können sich wehren. Wir zeigen 6 Wege.

Bereits jedes fünfte Unternehmen in Deutschland wurde von seiner Bank mit Negativzinsen auf seine Einlagen belastet. Das heißt, für bei der Bank geparkte Geldbeträge muss der Betrieb Zinsen zahlen. Dabei gibt es große Unterschiede unter den Bundesländern: Am meisten mit Negativzinsen konfrontiert waren Unternehmen in Sachsen (29,8%), Bayern (23%), Thüringen (21,3%), Hamburg (20,8%), Nordrhein-Westfalen (19,6%) und Mecklenburg-Vorpommern (19,2%).Das geht aus einer Umfrage des Münchener Ifo-Instituts unter 4.000 Betrieben hervor.

Am wenigsten betroffen waren kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern (10%). Bei den mittleren Unternehmen lag dieser Wert bei 26 Prozent und bei großen Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern bei 29 Prozent.

6 Maßnahmen gegen Negativzinsen

Allerdings hätten nur acht Prozent der betroffenen Firmen solche Verwahrgebühren für Bankeinlagen akzeptiert, teilte das Ifo-Institut mit. 48,9 Prozent der Firmen begannen Verhandlungen mit der Bank. 36 Prozent der Firmen wechselten zu einer Bank, die keine Negativzinsen erhebt. 30 Prozent schichteten in andere Finanzanlagen um, oder zahlten Kredite zurück, 29 Prozent schichteten Geld innerhalb des Unternehmens um. Ihre Investitionen erhöht oder vorgezogen haben 11 Prozent.

„Insbesondere letztere Reaktion ist aus volkswirtschaftlicher Perspektive interessant, da sie nicht nur monetäre, sondern auch realwirtschaftliche Auswirkungen hat“, sagt Christa Hainz, einer der Co-Autorinnen der Studie. Nur 4 Prozent erhöhten die Bargeldhaltung. Die Negativzinsen akzeptiert haben nur 8 Prozent.

Von denen haben Negativzinsen die Ertragslage nur in 8 Prozent der Firmen stark beeinflusst haben, weniger stark bei 39 Prozent und bei 53 Prozent unwesentlich oder gar nicht.

Bild: dessauer/Fotolia.de

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