Working Capital-Performance hat sich 2016 verschlechtert
08.08.2017

Working Capital-Performance hat sich 2016 verschlechtert

Bei Europas Großunternehmen liegen 1.046 Mrd. Euro an ungenutzter Liquidität brach, bei deutschen Unternehmen sind es 245 Mrd. Euro.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Working Capital Performance deutscher Großunternehmen im Geschäftsjahr 2016 negativ entwickelt: Die in der aktuellen Studie von REL, einem Unternehmen der Hackett Group, analysierten 132 produzierenden deutschen Unternehmen wiesen 2016 eine Kapitalbindungsdauer von durchschnittlich 48,2 Tagen gegenüber dem Vorjahr mit 46,3 Tagen auf.

Deutschland schlechter als Europa-Schnitt

Im europäischen Vergleich der Working Capital Performance liegen die deutschen Unternehmen aber immer noch weit abgeschlagen: Der europäische Durchschnitt  brachte es 2016 auf einen Wert von 40,4 Tagen. Damit ist er um 7,8 Tage besser als der Durchschnitt deutscher Unternehmen. Die Gründe dafür sieht Paul Moody, bei REL Managing Director DACH in den extrem günstigen Krediten, durch die eine Optimierung des Umlaufvermögens zweitrangig wurde.

Die in der Studie untersuchten 25 produzierenden DAX-Unternehmen verschlechterten 2016 ihren Wert sogar von 49,7 Tagen (2015) auf 55 Tage und wiesen damit im Vergleich zum gesamten deutschen Unternehmensdurchschnitt eine um 6,8 Tage höhere Kapitalbindungsdauer auf. Die europäischen Unternehmen bezahlten 2016 ihre Rechnungen überwiegend im Schnitt nach 72,0  Tagen, die deutschen Unternehmen bereits nach 56,5 und DAX-Unternehmen nach 57,0 Tagen.

Später zahlen und später Forderungen eintreiben

Insgesamt untersuchte die Studie 1.000 europäische Unternehmen (ohne Finanzsektor). Hier lagen im vergangenen Jahr rund 1.046 Mrd. Euro an Liquiditätspotenzial brach – 2015 waren es dazu im Vergleich noch knapp 981 Mrd. Euro. Die Verschlechterung um 3,6 Prozent lag vor allem daran, dass die europäischen Großunternehmen den Wert, der die Bestandsreichweite in Tagen angibt, um 9,1 Prozent und ihre Forderungsreichweite um 5,9 Prozent erhöhten. Diese Verschlechterung wurde nur zum Teil durch die Verbesserung ihres DPO-Verhaltens um 10,1 Prozent kompensiert: Sie zahlen später und treiben auch ihre Forderungen später ein.

Durch eine Optimierung der Kenngrößen Bestandsreichweite, Lagerhaltung, Forderungsreichweite könnten deutsche Unternehmen erhebliche Liquidität erschließen. Bei den 132 untersuchten deutschen Großunternehmen lag dieses Potenzial 2016 bei 245 Mrd. Euro (2015: 226 Mrd.) und bei den 25 DAX-Unternehmen immerhin noch 162 Mrd. Euro (2015: 165 Mrd.).

Bild: Kzenon/Fotolia.de

 

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