E-Shuttle 200 von Eisenmann

Der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann steht vor dem Eintritt eines chinesischen Investores. (Bild: Eisenmann)

| von Dörte Neitzel

Im Juli hatte der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann Insolvenz angemeldet und lange Zeit nach einem neuen Investor gesucht. Laut der Automobilwoche scheint der jetzt gefunden zu sein. Der Fachzeitung zufolge soll der chinesische Konzern China National Machinery Industry Corporation (Sinomach) sein Interesse bekundet haben.Der Kauf soll über die deutsche Tochter des staatlichen Maschinenbau-Konzerns AE Industry abgewickelt werden.

Den Quellen "aus Unternehmenskreisen" zufolge sollen die Gespräche schon so weit fortgeschritten sein, dass mittlerweile nur noch letzte vertragliche Details der Übernahme, wie eine einjährige Beschäftigungssicherung der Mitarbeiter verhandelt werden. AE Industry hatte bereits vor zwei Jahren Interesse an Eisenmann signalisiert. Damals scheiterte der Verkauf jedoch am Preis.

Sinomach beschäftigt weltweit etwa 180.000 Mitarbeiter und ist in 170 Ländern aktiv. Auf Anfrage der Stuttgarter Zeitung erklärte der Insolvenzverwalter jedoch, dass es sich bei den Angaben der Automobilwoche um Gerüchte handele, die er "mit Rücksicht auf den andauernden Investorenprozess" nicht bestätigen könne.

Eisenmann beschäftigt insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter, wovon 600 in der Firmenzentrale in Böblingen und etwa 850 im nahen Holzgerlingen arbeiten.