Bildliche Darstellung der Lieferkette

Bild: Jakub Jirsak - Adobestock.com

| von Kathrin Irmer
Aktualisiert am: 28. Nov. 2019

Dieses Fazit zieht die aktuelle Studie Procurement Key Issues 2016  von The Hackett Group, Inc., in der das international aktive Beratungsunternehmen die Procurement Manager von knapp 200 Großunternehmen mit einem Umsatz über eine Milliarde US-Dollar befragte; rund 38 Prozent davon in Europa.

Vor allem die zusehends wachsenden konjunkturellen und politischen Imponderabilien und Unsicherheiten sorgen dafür, dass die Kostenreduktion wieder stärkere Bedeutung gewinnt. Außerdem definiert die Hackett-Studie kritische Entwicklungsgebiete, auf denen Beschaffung Nachholbedarf hat: Stärkung der strategischen Business-Partnerschaft im Unternehmen, Kostensteuerung, Agilitätssteigerung und stärkere Erschließung und Nutzung von Innovationen bei den Zulieferern. Eine konsequente strategische Ausrichtung der Beschaffung auf wichtige Zulieferer und genaue Analysen großer Kostenblöcke und Verträge können zudem durchschnittlich zwischen 3 und 5 Prozent Kosteneinsparungen bringen, postuliert die Studie weiter.

Agilität steigern

Um die Unternehmensagilität zu erhöhen, empfiehlt die Hackett-Gruppe, auch im Beschaffungsbereich Big Date verstärkt zu nutzen und generell das Informationsbewusstsein zu steigern. Denn, so stellt die Studie fest, bei über der Hälfte der untersuchten Unternehmen, fehlt jegliches Intelligence Program zur optimalen Informations- und Datennutzung, allenfalls seien rudimentäre Ansätze dazu erkennbar. Einen besonderen Stellenwert werden über die nächsten zehn Jahre Forecasting und Predictive Analysis einnehmen, mit denen sich Entwicklungen im jeweiligen Geschäftsfeld, aber auch in Rahmenbedingungen proaktiv erkennen lassen.