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Bild: Daimler AG

| von Dörte Neitzel
Für die Arbeitnehmer war und ist es ein zentrales Anliegen, Wertschöpfung für die Elektro-Autos in die Werke zu holen, um auf diese Weise den möglichen  Wegfall von Arbeitsplätzen bei der Transformation zur E-Mobilität abzufedern
Der Daimler-Konzern vergrößert sein Netzwerk zur Batteriefertigung aus: Bis 2022 will Daimler mehr als zehn Elektroautomodelle auf den Markt bringen und einen Großteil der Batterien selbst fertigen. Für die Arbeitnehmer war und ist es ein zentrales Anliegen, Wertschöpfung für die Elektro-Autos in die Werke zu holen, um auf diese Weise den möglichen  Wegfall von Arbeitsplätzen bei der Transformation zur E-Mobilität abzufedern.

Batteriefertigung und autonome Autos in Sindelfingen

Daher soll im Mercedes-Werk in Sindelfingen im nächsten Jahrzehnt eine ganz neue Batteriefabrik entstehen. Zusätzlich zu der Produktion im Werkteil Brühl werden dann auch im Werkteil Hedelfingen Batterien produziert. Das Werk Sindelfingen wird künftig in der Factory 56 auch autonom fahrende Autos produzieren, die mit entsprechender Software und Sensoren ausgestattet sind.

Untertürkheim produziert weiterhin Antriebsstränge – dann auch elektrische

Parallel dazu wird das auf den Antriebsstrang spezialisierte Werk in Untertürkheim die ursprünglich geplante Kapazität der Batterieproduktion am Standort vervierfachen. Damit wird das Werk Untertürkheim neben dem zentralen Batteriestandort Kamenz zu einem weiteren bedeutenden Standort für Batterien. “Mit dem Ausbau der Batterieproduktion und der Batterieentwicklung am Standort wird auch in Zukunft in den Fahrzeugen von Mercedes-Benz ein Antrieb aus Untertürkheim sein, egal ob vollelektrisch, Plug-In oder Hybrid”, so Wolfgang Nieke, Betriebsratschef in Untertürkheim.

Mercedes-Benz Cars investiert mehr als eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars. Im gesamten Batterie-Produktionsverbund verfügt Mercedes-Benz dann über acht Batteriefabriken an fünf Standorten in Europa, USA und Asien: Kamenz (eine bestehende, eine neue im Bau), Stuttgart-Untertürkheim, Stuttgart-Sindelfingen (geplant), Peking, Tuscaloosa (geplant), Bangkok (geplant).

 

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