Auf einem Tisch liegende Pistole mit stehenden und liegenden Patronen drumherum

Waffen versprechen gute Geschäfte, welche deutschen Unternehmen profitieren? (Bild: Milan - stock.adobe.com)

Die Rüstungsausgaben steigen weltweit. Im Jahr 2021wurde erstmals die 2-Billionen-Dollar-Grenze gesprengt - ein Plus von 0,7 Prozent real gegenüber 2020. Nominal wuchsen die Ausgaben umn 6,1 Prozent.

Genaugenommen waren es 2,113 Billionen US-Dollar. Den Löwenanteil davon gaben die USA aus, aber China startet eine Aufholjagd. Das besagt die jährliche Studie des schwedischen Friredensforschungsinstituts Sipri. Laut den Schweden ist das ein neuer Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen 1988.

Die größten Waffenkäufer nach Ländern sind:

  1. USA
  2. China
  3. Indien
  4. Großbritannien und
  5. Russland.

Global gesehen haben die Militärausgaben einen Anteil von 2,3 Prozent am weltweiten Bruttoinlandsprodukt. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als noch in 2019. 2021 waren es sogar nur 2,2 Prozent.

USA modernisieren Atomwaffen

39 Prozent der Rüstungsausgaben gehen auf das Konto der USA. In US-Dollar sind das 801 Milliarden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 1,4 Prozent weniger als noch 2020. Das liege laut Sipri vor allem daran, dass die USA mehr in Forschung und Entwicklung investiert haben. Zwischen 2012 und 2021 stiegen die Ausgaben in dem Feld um 24 Prozent. Dagegen fielen die Ausgaben für Waffenkäufe (-6,4 Prozent).

Vor allem die wahrgenommene Bedrohnung aus Russland und China befeuere den Trend. Während die Ausgaben zwischen 2010 und 2017 sanken, steigen sie seitdem wieder.

Russland rüstet auf, um sich auf den Krieg vorzubereiten

Russland hat im Jahr 2021 sein Militärbudget um 2,9 Prozent auf 65,9 Milliarden US-Dollar erhöht. Es war das dritte Jahr in Folge, in dem Putins Reich seine Rüstungsausgaben gesteigert hat. 4,1 Prozent des BIP gehen für Militärausgaben drauf, die vor allem durch Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas finanziert wurden.

Auch die Ukraine hatte aufgerüstet. Seit der Krim-Annexion 2014 stiegen die Militärausgaben des Landes um 72 Prozent, fielen 2021 jedoch wieder auf 5,9 Milliarden US-Dollar. Das macht 3,2 Prozent des BIP aus.

Das aktuelle Ranking der größten Rüstungskonzerne weltweit und in Deutschland beruht auf den Geschäftszahlen aus 2020.

Für das weltweite Ranking bezieht Sipri zum zweiten Mal auch chinesische Waffenhersteller mit ein. Sie machen einen Umsatz von 61,39 Milliarden US-Dollar aus. Insgesamt stehen die Unternehmen in den weltweiten Top 15 für einen Umsatz von knapp 335,32 Milliarden US-Dollar mit Waffen.

Zum zweiten Mal ist unter den 25 größten Waffenherstellern mit EDGE auch ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) dabei, aus Russland stammen zwei Unternehmen (Almaz-Antey und United Aircraft)

China will aufholen

China liegt bislang noch hinter den USA in Sachen Militärausgaben. Insgesamt kommen 293 Milliarden US-Dollar zusammen in 2021 - eine Steigerung von 4,7 Prozent. 27 Jahre in Folge hat das Land seine Militärausgaben jetzt erhöht. Vor allem die Marine wird seit Jahren modernisiert, so Sipri. In Reaktion darauf hat die japanische Regierung zusätzliche sieben Milliarden US-Dollar genehmigt - ein Plus von 7,3 Prozent auf Militärausgaben von insgesamt 54,1 Milliarden US-Dollar. Das ist die höchste jährliche Steigerungsrate seit 1972. Auch Australien steigerte sein Rüstungsbudget um vier Prozent auf 31,8 Prozent.

Der Iran steigerte seine Rüstungsausgaben zum ersten Mal seit vier Jahren auf 24,6 Milliarden Dollar. Das sind 14 Prozent mehr als 2020. Auch Nigeria rüstet auf: Um 56 Prozent stieg das Budget auf 4,5 Milliarden Dollar.

 

Aus Deutschland kommen vor allem Schiffe und U-Boote

Die USA sind weiterhin weltweit größter Waffenlieferant. 96 Staaten importieren Waffen aus den Vereinigten Staaten. 37 Prozent der Exporte kommen aus dem nordamerikanischen Land.

Russland exportiert dagegen nur noch gut 20 Prozent, ein Rückgang von 22 Prozent. Damit kommt das Land aber immer noch auf den zweiten Platz der Waffenexporteure vor Frankreich und Deutschland (5,5 Prozent). Schiffe und U-Boote sind die am häufigsten nachgefragten Militärgüter aus der Bundesrepublik. Sie machen etwa die Hälfte der deutschen Waffenexporte aus.

Binnen der letzten fünf Jahre steigerte Frankreich seine Rüstungsexporte um 44 Prozent laut Sipri. Für Deutschland hat die Organisation ein Wachstum um 21 Prozent ausgerechnet.

Immer informiert mit den Newsletter von TECHNIK+EINKAUF

Mann drückt auf ein virtuelles E-Mail-Symbol

Hat Ihnen gefallen, was Sie gerade gelesen haben? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter. Zwei Mal pro Woche halten wir Sie auf dem Laufenden über Neuigkeiten, Trends und Wissen rund um den technischen Einkauf - kostenlos!

Newsletter hier bestellen!

Die größten Waffenhersteller der Welt

  1. Lockheed Martin, USA
  2. Raytheon, USA
  3. Boeing, USA
  4. Northrop Grumman, USA
  5. General Dynamics, USA
  6. BAE Systems, Großbritannien
  7. Norinco, China
  8. Avic, China
  9. Cetc, China
  10. L3 Harris Technologies, USA
  11. Airbus, EU
  12. BAE Systems Inc. (Tochterfirma von BAE Systems), USA
  13. Casic, China
  14. Leonardo, Italien
  15. Thales, Frankreich

Quelle: Sipri

Die Höhe der jeweiligen Umsätze, die die einzelnen Firmen mit Rüstungsgütern erzielen, lesen Sie in unserer Bildergelerie

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
*

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?