Auf einem Tisch liegende Pistole mit stehenden und liegenden Patronen drumherum

Waffen versprechen gute Geschäfte, welche deutschen Unternehmen profitieren? (Bild: Milan - stock.adobe.com)

Die Rüstungsausgaben steigen weltweit. Im Jahr 2020 waren es 1.981.000.000.000 US-Dollar. Das sind 1.981 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil davon gaben die USA aus, aber China startet eine Aufholjagd. Das sagt die jährliche Studie des schwedischen Friredensforschungsinstituts Sipri. Laut den Schweden ist das ein neuer Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen 1988.

Global gesehen haben die Militärausgaben einen Anteil von 2,4 Prozent am weltweiten Bruttoinlandsprodukt. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

USA modernisieren Atomwaffen

39 Prozent der Rüstungsausgaben gehen auf das Konto der USA. In US-Dollar sind das 778 Milliarden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 4,4 Prozent. Das liege laut Sipri vor allem daran, dass die USA ihr Atomwaffenarsenal modernisieren, zudem aber auch konventionelle Waffen, Flugzeuge und Schiffe kaufen.

Vor allem die wahrgenommene Bedrohnung aus Russland und China befeuere den Trend. Während die Ausgaben zwischen 2010 und 2017 sanken, steigen sie seitdem wieder.

China will aufholen

China liegt bislang noch hinter den USA in Sachen Militärausgaben. Die 252 Milliarden Dollar entsprechen einem Anteil von etwa 13 Prozent. Vor allem die Marine wird seit Jahren modernisiert, so Sipri.

Platz drei der Lnder mit den meisten Rüstungsausgaben belegt Indien mit 72,9 Milliarden Dollar, das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Treiber ist hier besonders der Kaschmirkonflikt.

Dahinter kommen Russland (3,1 Prozent), Großbritannien (3 Prozent), Saudi-Arabien (2,9 Prozent) und auf dem sechsten Platz landet Deutschland mit 2,7 Prozent, gleichauf mit Frankreich. Für Deutschland bedeutet das einen Anteil von 1,4 Prozent, den die Militärausgaben vom Bruttoinlandsprodukt ausmachen.

Aus Deutschland kommen vor allem Schiffe und U-Boote

Die USA sind weiterhin weltweit größter Waffenlieferant. 96 Staaten importieren Waffen aus den Vereinigten Staaten. 37 Prozent der Exporte kommen aus dem nordamerikanischen Land.

Russland exportiert dagegen nur noch gut 20 Prozent, ein Rückgang von 22 Prozent. Damit kommt das Land aber immer noch auf den zweiten Platz der Waffenexporteure vor Frankreich und Deutschland (5,5 Prozent). Schiffe und U-Boote sind die am häufigsten nachgefragten Militärgüter aus der Bundesrepublik. Sie machen etwa die Hälfte der deutschen Waffenexporte aus.

Binnen der letzten fünf Jahre steigerte Frankreich seine Rüstungsexporte um 44 Prozent laut Sipri. Für Deutschland hat die Organisation ein Wachstum um 21 Prozent ausgerechnet.

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