Auf einem Tisch liegende Pistole mit stehenden und liegenden Patronen drumherum

Waffen versprechen gute Geschäfte, welche deutschen Unternehmen profitieren? (Bild: Milan - stock.adobe.com)

Die Rüstungsausgaben steigen weltweit. Die 100 größten Waffenkonzerne brachten es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 592 Milliarden Dollar - ein Anstieg um 1,9 Prozent und der siebte Anstieg in Folge. US-Konzerne dominieren zwar das Ranking, aber ihre Umsätze nehmen ab, stattdessen steigt die Bedeutung chinesischer Hersteller. Ihre Verkäufe steigen vor allem in Asien.

Den Löwenanteil davon gaben die USA aus, aber China startet eine Aufholjagd. Das besagt die jährliche Studie des schwedischen Friredensforschungsinstituts Sipri. Laut den Schweden ist das ein neuer Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen 1988.

Die größten Waffenkäufer nach Ländern sind:

  1. USA
  2. China
  3. Indien
  4. Großbritannien und
  5. Russland.

Global gesehen haben die Militärausgaben einen Anteil von 2,3 Prozent am weltweiten Bruttoinlandsprodukt. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als noch in 2019. 2021 waren es sogar nur 2,2 Prozent.

USA modernisieren Atomwaffen

39 Prozent der Rüstungsausgaben gehen auf das Konto der USA. In US-Dollar sind das 801 Milliarden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 1,4 Prozent weniger als noch 2020. Das liege laut Sipri vor allem daran, dass die USA mehr in Forschung und Entwicklung investiert haben. Zwischen 2012 und 2021 stiegen die Ausgaben in dem Feld um 24 Prozent. Dagegen fielen die Ausgaben für Waffenkäufe (-6,4 Prozent).

Vor allem die wahrgenommene Bedrohnung aus Russland und China befeuere den Trend. Während die Ausgaben zwischen 2010 und 2017 sanken, steigen sie seitdem wieder.

Russland rüstet auf, um sich auf den Krieg vorzubereiten

Russland hat im Jahr 2021 sein Militärbudget um 2,9 Prozent auf 65,9 Milliarden US-Dollar erhöht. Es war das dritte Jahr in Folge, in dem Putins Reich seine Rüstungsausgaben gesteigert hat. 4,1 Prozent des BIP gehen für Militärausgaben drauf, die vor allem durch Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas finanziert wurden.

Auch die Ukraine hatte aufgerüstet. Seit der Krim-Annexion 2014 stiegen die Militärausgaben des Landes um 72 Prozent, fielen 2021 jedoch wieder auf 5,9 Milliarden US-Dollar. Das macht 3,2 Prozent des BIP aus.

Das aktuelle Ranking der größten Rüstungskonzerne weltweit und in Deutschland beruht auf den Geschäftszahlen aus 2020.

Für das weltweite Ranking bezieht Sipri zum zweiten Mal auch chinesische Waffenhersteller mit ein. Sie machen einen Umsatz von 61,39 Milliarden US-Dollar aus. Insgesamt stehen die Unternehmen in den weltweiten Top 15 für einen Umsatz von knapp 335,32 Milliarden US-Dollar mit Waffen.

Zum zweiten Mal ist unter den 25 größten Waffenherstellern mit EDGE auch ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) dabei, aus Russland stammen zwei Unternehmen (Almaz-Antey und United Aircraft)

China holt auf

Die höchsten Rüstungsausgaben verzeichnen nach die vor die Vereinigten Staaten von Amerika mit 800,672 Milliarden US-Dollar.

China liegt bislang noch hinter den USA in Sachen Militärausgaben. Insgesamt kommen 293,351 Milliarden US-Dollar zusammen in 2021 - eine Steigerung von 4,7 Prozent. 27 Jahre in Folge hat das Land seine Militärausgaben jetzt erhöht. Vor allem die Marine wird seit Jahren modernisiert, so Sipri. In Reaktion darauf hat die japanische Regierung zusätzliche sieben Milliarden US-Dollar genehmigt - ein Plus von 7,3 Prozent auf Militärausgaben von insgesamt 54,1 Milliarden US-Dollar. Das ist die höchste jährliche Steigerungsrate seit 1972. Auch Australien steigerte sein Rüstungsbudget um vier Prozent auf 31,8 Prozent.

Der Iran steigerte seine Rüstungsausgaben zum ersten Mal seit vier Jahren auf 24,6 Milliarden Dollar. Das sind 14 Prozent mehr als 2020. Auch Nigeria rüstet auf: Um 56 Prozent stieg das Budget auf 4,5 Milliarden Dollar.

 

Aus Deutschland kommen vor allem Schiffe und U-Boote

Die USA sind weiterhin weltweit größter Waffenlieferant. 96 Staaten importieren Waffen aus den Vereinigten Staaten. 37 Prozent der Exporte kommen aus dem nordamerikanischen Land.

Russland exportiert dagegen nur noch gut 20 Prozent, ein Rückgang von 22 Prozent. Damit kommt das Land aber immer noch auf den zweiten Platz der Waffenexporteure vor Frankreich und Deutschland (5,5 Prozent). Schiffe und U-Boote sind die am häufigsten nachgefragten Militärgüter aus der Bundesrepublik. Sie machen etwa die Hälfte der deutschen Waffenexporte aus.

Binnen der letzten fünf Jahre steigerte Frankreich seine Rüstungsexporte um 44 Prozent laut Sipri. Für Deutschland hat die Organisation ein Wachstum um 21 Prozent ausgerechnet.

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Die größten Waffenhersteller der Welt

 

  1. Lockheed Martin, USA: 60,704 Milliarden US-Dollar
  2. Raytheon, USA: 38,356 Milliarden US-Dollar
  3. Boeing, USA: 34,143 Milliarden US-Dollar
  4. Northrop Grumman, USA: 31,723 Milliarden US-Dollar
  5. General Dynamics, USA: 26,947 Milliarden US-Dollar
  6. BAE Systems, Großbritannien: 26,279 Milliarden US-Dollar
  7. Norinco, China: 19,48 Milliarden US-Dollar
  8. Avic, China: 18,447 Milliarden US-Dollar
  9. Cetc, China: 15,873 Milliarden US-Dollar
  10. L3 Harris Technologies, USA: 14,798 Milliarden US-Dollar
  11. Casic, China: 12,896 Milliarden US-Dollar
  12. Leonardo, Italien: 11,80 Milliarden US-Dollar
  13. CSSC, China: 10,18 Milliarden US-Dollar
  14. Thales, Frankreich: 9,57 Milliarden US-Dollar
  15. Huntington Ingalls Industries, USA: 8,593 Milliarden US-Dollar

Quelle: Sipri

Das sind die größten Rüstungshersteller weltweit 2021

  1. Lockheed Martin: 60,34 Milliarden US-Dollar
  2. Raytheon: 41,85 Milliarden US-Dollar
  3. Boeing: 33,42 Milliarden US-Dollar
  4. Northrop Grumman: 29,88 Milliarden US-Dollar
  5. General Dynamics: 26,39 Milliarden US-Dollar
  6. BAE Systems: 26,02 Milliarden US-Dollar
  7. Norinco: 21,57 Milliarden US-Dollar
  8. Avic: 20,11 Milliarden US-Dollar
  9. Casc: 19,1 Milliarden US-Dollar
  10. Cetc: 14,99 Milliarden US-Dollar
  11. Casic: 14,52 Milliarden US-Dollar
  12. Leonardo: 13,87 Milliarden US-Dollar
  13. L3Harris Technologies: 13,36 Milliarden US-Dollar
  14. Cssc: 11,13 Milliarden US-Dollar
  15. Airbus: 10,85 Milliarden US-Dollar

Quelle: Sipri

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