LED-Maschinenleuchten, Bild: LED2WORK

LED-Maschinenleuchten sind speziell für den Einsatz unter rauen Produktionsbedingungen ausgelegt. Hier zählen, neben guter Lichtleistung, vor allem Widerstandfähigkeit, gute Abdichtung und eine hohe Schutzklasse. – Bild: LED2WORK

| von LED2WORK

Ausgewiesene LED-Industrieleuchten folgen Standards für gleichbleibende und sichere Beleuchtung. Doch worauf sollte geachtet werden?

Anwendungszweck

Industriebeleuchtung unterscheidet sich grob in Raum- bzw. Hallenbeleuchtung und Objekt- und Arbeitsbeleuchtung, wobei auch hier die Grenzen fließend sein können. Arbeitsplatz-, Maschinen- und Industrieleuchten mit LED-Technik, worunter auch RGB Signalleuchten fallen, zählen zu letzterem. Für Einsätze unter besonderen Bedingungen bieten Schutzarten oder Zertifikate, wie zum Beispiel HACCP, Orientierung bei der Auswahl.

Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel einer LED-Leuchte gibt an, über welche Optik das Licht nach vorn abgestrahlt wird. Für große Flächen eigenen sich Optiken zwischen 60°und 125°. Mit Optiken zwischen 10° und 40° wirkt das Licht fokussierend.

LED-Industrieleuchten ohne UV- und Infrarotanteil,  Bild: LED2WORK
LED-Industrieleuchten bieten hochwertige Technik für blend- und flimmerfreies Licht ohne UV- und Infrarotanteil. – Bild: LED2WORK

Binning

Binning lässt sich im Deutschen mit dem sperrigen Wort Klasseneinteilung beschreiben. Ein enges Binning steht für die Qualität jedes einzelnen LED-Chips. Im Produktionsprozess von LED-Chips kommt es auch innerhalb einzelner Chargen zu kleinen Abweichungen und Unterschieden zwischen den LED-Chips, so dass Farbtemperatur, Lichtstrom oder die nötige Vorwärtsspannung innerhalb einer Fertigungscharge voneinander abweichen können. Beim Binning werden LED-Chips händisch nach strengen Kriterien sortiert. Die Kriterien für das Sortieren lassen sich dabei weiter oder enger fassen. Ein enges Binning ist aufwendiger und teurer, wirkt sich aber letztendlich positiv auf das Licht der LED-Leuchte aus.

Energieeffizienz

Allein LED-Chips werden schon als Synonym für Energieeffizienz gehandelt. Und das zu Recht. Gegenüber herkömmlicher Beleuchtung erreichen LEDs erheblich bessere Werte. Im Vergleich der Lichtausbeute übertrifft die LED-Technik mit 180 Lumen pro Watt den Wert der Leuchtstofflampe um fast das Doppelte.

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe einer künstlichen Lichtquelle spiegelt sich im Farbwiedergabeindex wider. Die Farbwiedergabe der Leuchte mit der Farbwiedergabe von Sonnenlicht verglichen, welches den höchsten Farbwiedergabeindex von Ra 100 hat. LED-Leuchten können einen Ra Wert von bis zu 98 problemlos erreichen.

Lebensdauer

Die angegebene Lebensdauer ist ein grober Wert zur Unterscheidung von gut oder günstig: Gute LED-Chips sind enorm langlebig. Die Lebensdauer einer LED-Leuchte sollte zwischen 50.000 und 60.000 Betriebsstunden betragen. Und auch dann fällt die Leuchte nicht einfach aus, sondern die Leuchtkraft sinkt allmählich.

Licht-Ergonomie

Richtige Beleuchtung leistet sowohl in Handwerk als auch in der Industrie einen Beitrag zum präventiven Arbeitsschutz. Lichtqualität, Lichtverhältnisse sowie die Beleuchtungsatmosphäre tragen enorm zu einem ergonomischen Arbeitsplatz bei. Bei der LED-Leuchte sollte vor allem darauf geachtet werden, dass eingesetzte LED-Chips quecksilberfrei sind und keine UV- oder Infrarotstrahlung abgeben. Durch eine hohe Farbwiedergabe können Farben und Kontraste besser hervorgehoben werden und eine Dimmung hilft die Lichtmenge an besondere Sehaufgaben anzupassen. Homogene, schattenarme sowie blend- und flimmerfreie Beleuchtung beugt schneller Ermüdung am Arbeitsplatz vor.

Lichtfarbe und Farbtemperatur

Die Lichtfarbe ist die Eigenfarbe einer Lichtquelle und wird als Farbtemperatur beschrieben. Je höher der Temperaturwert in Kelvin (K), umso kühler wird die Lichtfarbe wahrgenommen. Das Licht der LED-Industrieleuchten hat wegen der anregenden Wirkung oft eine tageslichtweiße Farbe.

Lumen-Werte

Lumen ist die Basiseinheit des Lichtstroms. Für LED-Leuchten hat es sich durchgesetzt den Lampenlichtstrom anzugeben, also den gemessenen Lichtstrom des Leuchtmittels.

Thermomanagement

Richtiges Thermomanagement ist wichtig für eine lange Lebensdauer der LED-Chips. Hier dienen hochwertige Aluminiumgehäuse mit spezieller Beschichtung als Kühlkörper für die verbaute Elektronik. Für eine schnelle Wärmeabführung an eben dieses Gehäuse sorgen wiederum hochwertige Aluminiumkern-Leiterplatten.

Schutzart und Schutzklasse

Ob eine LED-Leuchte für eine bestimmte Anforderung geeignet ist, erkennt man auch an ihrer Schutzart. Die Schutzarten werden in IP-Codes angegeben, wobei IP für Schutz gegen Eindringen steht. Dem folgend bezieht sich die erste Kennziffer auf den Schutz gegen das Eindringen von Staub und Fremdkörpern. Die Ziffer kann Werte von 0 für „nicht geschützt“ bis zu 6 für „Staubdicht“ annehmen. Die zweite Kennziffer steht für den Schutz gegen Eindringen von Wasser. Die Werte reichen hier von 0 für „nicht geschützt“ bis 9K für „Schutz gegen sehr intensiven Wasserstrahl“.

Die Schutzklasse einer LED-Leuchte gibt Aufschluss darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen bauseits an der LED-Leuchte vorhanden sind, um Gefahren durch elektrischen Schlag entgegenzuwirken.

LED-Leuchten Food & Beverage, Bild LED2WORK
LED-Leuchten für Einsätze unter besonderen Bedingungen, wie hier zum Beispiel für hygienesensible Bereiche in der Food & Beverage Industrie, kommen neben einer hohen Schutzart auch mit Zertifikaten, welche die Eignung bescheinigen. - Bild LED2WORK

UGR – Wert

Der UGR steht für Unified Glare Rating und ist im Deutschen gleichzusetzten mit einer einheitlichen Blendbewertung. Der UGR-Wert gibt an, inwieweit eine Lichtquelle im Innenraum eine psychologische Blendung und somit einen Schaden für den Betrachter darstellt. Hier gilt: Je niedriger der Wert, desto geringer ist die Blendung. Bei einer Berechnung des UGR-Wertes wird auch reflektiertes Licht Umgebung mit einbezogen. Der tatsächliche UGR Wert ist deshalb von der Einbau-Situation der Lichtquelle, der Position des Beobachters und dem tatsächlichen Aufbau der LED-Leuchte abhängig.

Checkliste zum Kauf von LED Arbeitsplatz-, LED-Maschinen oder LED-Industrieleuchten:

  • Flächige oder fokussierte Beleuchtung: Auf den Abstrahlwinkel achten
  • Gutes Kontrastsehen und Detailschärfe: Auf hohe Farbwiedergabe achten
  • Lichtstarke Ausleuchtung: Auf hohe Lumen-Werte achten
  • Besondere Einsatzszenarien: auf Schutzart und Zertifikate achten
  • Langlebigkeit und Verwendung hochwertiger LED-Chips: Auf die ausgewiesene Lebensdauer achten
  • Ergonomie: LED-Chips ohne UV- oder Infrarotstrahlung; Beleuchtung sollte blend- und flimmerfrei sein

INROLED_50 Ecolab LED Leuchte von LED2WORK

Kostenlose Registrierung

Newsletter
Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

*) Pflichtfeld

Sie sind bereits registriert?