Bluhm Direktkennzeichner drucken Verbraucherinformationen

Direktkennzeichnung von Produkten und Verpackungen ermöglicht Verbraucherinformationen. - Bild: Bluhm Systeme

| von Bluhm Systeme

Neben Haltbarkeitsdaten und Chargennummern werden auch ein- oder zweidimensionale Codes aufgebracht, die maschinell auslesbar sein müssen.
Direktkennzeichnung erfolgt entweder mittels Lasermarkierer oder im Tintenstrahlverfahren. Beim Tintenstrahl werden wiederum die Technologien "Drop-on-Demand (DoD)" und "Continuous Inkjet (CIJ)" unterschieden. Folgende Kriterien sollten bei der Anschaffung eines Direktkennzeichners berücksichtigt werden:

 

Druckgeschwindigkeit

Alle Direktkennzeichner können mit sehr hohen Produktionsgeschwindigkeiten Schritt halten: Während DoD-Systeme in der Lage sind, 120 variable Drucke pro Sekunde zu realisieren, kennzeichnen CIJ-Drucker in Geschwindigkeiten von fast zehn Metern pro Sekunde. Laserbeschrifter codieren 35 Flaschenetiketten pro Sekunde.

 

Druckqualität

DoD-Drucker erzielen einen hochauflösenden Druck von bis zu 600 dpi mit durchgängigem Druckbild. Da beim CIJ-Druck technisch bedingt kein durchgängiges Druckbild realisierbar, ist die Druckqualität niedriger. Laserkennzeichnung ist sehr präzise und dauerhaft.

Druckbildhöhe

Bluhm Etiketten auf Bierflaschen
Laserbeschrifter codieren 35 Flaschenetiketten pro Sekunde. - Bild: Bluhm

Kennzeichnungssysteme, die hohe Druckbildgrößen umsetzen können, gelten als sehr effizient. Hier erreichen CIJ-Drucker mit einer maximalen Druckhöhe von 20 Millimetern nicht annähernd die DoD-Druckbildgrößen von bis zu 800 Millimetern. Bei der Lasermarkierung reichen die Größen der Markierfelder je nach System bis zu 750 x 150 Millimetern.


Druckabstände

Je größer die Abstände zwischen Kennzeichnungssystem und zu markierender Oberfläche sein dürfen, desto flexibler kann es im Produktionsumfeld eingesetzt werden. CIJ-Drucker überwinden mit 45 Millimetern eine größere Distanz als DoD-Drucker mit bis zu 10 Millimetern. Bei der Lasermarkierung richtet sich die Markierdistanz nach der verwendeten Linse und variiert von 72 bis hin zu 650 Millimetern.

Ausführliche Informationen liefert das Whitepaper "Tinte oder Laser? Direktkennzeichnung im Vergleich" des Kennzeichnungsanbieters Bluhm Systeme.

Markierbare Oberflächen

An der jeweiligen Beschaffenheit und Farbe der zu markierenden Oberfläche orientieren sich bei den Drucksystemen die verwendeten Tinten. Bei den Lasermarkierern entscheidet die Oberfläche über das angewendete Markierverfahren. PET wird hier beispielsweise mit einem anderen Verfahren gekennzeichnet als Metall.


Markierbare Inhalte

DoD-Drucker und Lasermarkierer kennzeichnen Produkte und Verpackungen hochauflösend mit Klartext sowie ein- und zweidimensionalen Codes, Grafiken und Logos. Da technisch bedingt keine durchgängigen Druckbilder möglich sind, eignet sich der CIJ-Druck nur unter Verwendung bestimmter Schriftarten zur Darstellung von Codes.

Anschaffungskosten

Bluhm Direktdruck auf Verpackung
CIJ-Drucker überwinden eine größere Distanz zum Produkt. - Bild: Bluhm

DoD-Drucker sind im Vergleich zu anderen Direktkennzeichnern günstig in der Anschaffung. Wegen komplexerer Technik liegen CIJ-Drucksysteme hier höher. Lasermarkierer sind in der Anschaffung teurer, können dafür aber ohne Verbrauchsmittel betrieben werden.


Verbrauchsmaterialien/-wechsel

Da CIJ-Drucker mit großvolumigen Tinten- und Solventkartuschen arbeiten, sind nicht nur die Kosten für die Verbrauchsmaterialien, sondern auch der Aufwand für Tintenwechsel geringer als bei DoD-Systemen. Lasermarkierer werden ohne Verbrauchsmaterialien betrieben.

Reinigung und Wartung

CIJ-Drucker müssen alle drei Monate gereinigt und alle zwei Jahre gewartet werden. Da jede Kartusche einen "eigenen" Druckkopf beinhaltet, ist der Reinigungs- und Wartungsaufwand für DoD-Drucker gering. Mit der regelmäßigen Linsenreinigung und Lüftungskontrolle entsteht auch bei Lasermarkierern ein sehr geringer Reinigungsaufwand. Sie sind jedoch wartungsfrei.


Bedienungsfreundlichkeit/Schnittstellen

Intuitive Bedienbarkeit ist heute auch für Geräte im industriellen Umfeld eine Selbstverständlichkeit. Direktkennzeichner lassen sich teilweise sowohl über Touchscreens und Volltastaturen als auch über extern anschließbare HMI-Displays bedienen. Das Drucklayout kann am PC oder direkt am Gerät gestaltet werden. Sie verfügen u.a. über USB-, Ethernet- oder EIA232-Schnittstellen.

 

IP-Schutz

Nicht immer herrschen optimale Bedingungen für die Kennzeichnungstechnik: Oft sind die Systeme rauen Umgebungen wie Staub, Feuchtigkeit, Vibrationen oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. DoD-, CIJ- und Laser-Systeme sind daher allesamt mit Schutzklassen von bis zu IP 65 erhältlich.


Anpassung an Produktionsumfeld

Zudem ist nicht immer ausreichend Platz vorhanden, um das Kennzeichnungssystem direkt an der Linie aufzustellen oder in eine Abfüllanlage zu integrieren. DoD-Druckköpfe sind bauartbedingt sehr klein. CIJ-Drucker ermöglichen über lange Druckkopfzuleitungen eine hohe räumliche Entfernung des Systems zum Druckkopf. Laserbeschrifter nutzen Strahlführungsmodule, um auch schwer zugängliche Produkte zu kennzeichnen.

Tinte oder Laser?

Alle drei Technologien kennzeichnen unterschiedlichste Oberflächen in Hochgeschwindigkeit. Sie sind sehr bedienungsfreundlich, flexibel und anpassungsfähig.


Die DoD-Technologie punktet bei Qualität und Höhe des Drucks sowie den markierbaren Inhalten. Der CIJ-Druck ist unschlagbar bei den realisierbaren Druckabständen. Die Lasermarkierung ist in allen Kriterien sehr stark, jedoch technisch bedingt nicht flexibel bei den Druckabständen.


DoD-Systeme liegen bei den Anschaffungskosten eher niedrig, bei den Betriebskosten eher hoch. Während CIJ-Drucker hier im Mittelfeld liegen, sind Lasermarkierer in der Anschaffung eher hoch, verursachen jedoch in der Folge keinerlei Betriebskosten.

Checkliste

Auf diese Punkte sollten Sie bei der Beschaffung eines Direktkennzeichners achten:

  • Druckgeschwindigkeit
  • Druckqualität
  • Druckbildhöhe
  • Druckabstände
  • Markierbare Oberflächen
  • Markierbare Inhalte
  • Anschaffungskosten
  • Verbrauchsmaterialien/-wechsel
  • Reinigung und Wartung
  • Bedienungsfreundlichkeit/Schnittstellen
  • IP-Schutz
  • Anpassung an Produktionsumfeld