Soldaten mit Gewehren laufen durch eine Wüste

Heckler & Koch ist Hauptlieferant der Bundeswehr. (Bild: Pixabay)

| von Dörte Neitzel

Rätselraten um den Käufer des Baden-Württembergischen Waffenproduzenten Heckler & Koch. Noch-Eigentümer Andreas Heeschen will den Namen nicht nennen, verrät aber, dass der Antragsteller bereits am Unternehmen beteiligt sei. Dieser wolle jetzt seinen Anteil so erhöhen, dass er Mehrheitsaktionär wird.

Antrag auf Verkauf der Mehrheitsanteile

Laut Heeschen liege dem Bundeswirtschaftsministerium "ein Antrag einer Mit-Aktionärin vor, weitere Anteile von mir zu erwerben", so der 58-Jährigen auf Anfrage der Zeitung Welt. Heeschen wolle jedoch weiterhin an Heckler & Koch beteiligt bleiben. Und falls dem Antrag an das BMWi nicht stattgegeben werde, wolle er weiterhin Mehrheitsaktionär der H&K AG bleiben. Aktuell soll er zwei Drittel der Anteile halten.

Der Verkauf muss vom Ministerium genehmigt wrden, da Heckler&Koch Hauslieferant der Bundeswehr ist und als Favorit beim geplanten Ersatz des Sturmgewehrs G36 gilt. So könnte der Bund laut Außenwirtschaftsgesetz den Einstieg unliebsamer Investoren bei dem Rüstungsunternehmen untersagen.

Vormals in britischer Hand

Heeschen hatte die Oberndorfer Waffenfirma 2002 zusammen mit dem Schweizer Keith Halsey aus britischer Hand (heutige BAE Systems) übernommen. Halsey hat seine Anteile mittlerweile an den Franzosen Nicolas Walewski veräußert.

H&K war jahrelang hochverschuldet, kehrte im ersten Halbjahr erstmals nach zwei Jahren in die Gewinnzone zurück.