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Diese zehn Batteriehersteller produzieren die meisten Batteriezellen für Elektroautos. (Bild: BMW)

Eine Studie von Transparancy Market Research kommt zu dem Ergebnis, dass der Markt für Lithium-Ionen-Batterien bis 2027 jährlich um rund elf Prozent wachsen wird. Die Experten rechnen mit mehr als 15 Milliarden verkauften Einheiten im Jahr 2027 und einem Marktwert von 41,5 Billarden US-Dollar.

Die Haupttreiber dabei sind zum einen die Automobilindustrie mit ihren Elektroautos, zum anderen die Elektronikindustrie - und hier vor allem der Consumer-Bereich. Bereits 2015 prophezeite eine Studie der Citigroup, dass der globale Batteriespeichermarkt bis zum Jahr 2030 auf 240 Gigawatt klettern würde. Die aktuelle Untersuchung Global Energy Storage Market 2019 von Lux Research geht von einem jährlichen Wachstum von mehr als 3.000 GWh über die nächsten 15 Jahre aus - ausgehend von 164 GWh im Jahr 2017.

Asiatische Vormacht auf dem Markt für Batterien

Adamas Intelligence dokumentiert monatlich die produzierten Kapazitäten der Zell-Zulieferer. Mit dabei sind chinesische Unternehmen, aber auch koreanische und japanische Produzenten. Kurz: Von zehn Unternehmen haben neun ihren Sitz in Asien, die Eigner stammen jedoch durch die Bank weg aus Asien. Aus Europa kommt kein einziges Unternehmen.

In unserer Bildergalerie finden Sie die zehn größten Hersteller von Batteriezellen der Welt nach ihrer produzierten Kapazität im Zeitraum zwischen Juni 2019 und Juli 2020. Zusammengesetzt werden die Zellen dann meist von den Automobilherstellern oder Zulieferern.

So machen Sie Ihre Lieferkette zukunftssicher

Symbolbild einer Lieferkette
Bild: j-mel / stock.adobe.com

Häfen schließen wegen Corona und Zulieferer fallen aus. Container für den Transport scheinen nie dort zu sein, wo man sie braucht. Die Folge: Materialpreise schnellen in die Höhe. Gleichzeitig zieht die Nachfrage wieder an. Da ist es kein Wunder, dass fast zwei Drittel der deutschen Industriefirmen über Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion klagen.

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Ranking Hersteller Batteriezellen: Plätze 10 bis 6

Die untere Hälfte der Top 10 geht fast komplett an chinesische Unternehmen. Mit Guoxuan, CALB und A123 Systems besetzen sie die Plätze acht bis zehn. Daneben sind mit AESC und SK Innovation aber auch Konzerne aus Japan und Südkorea erfolgreich.

SK Innovation hatte längere Zeit mit LG im Clinch gelegen, sie lieferten sich einen veritablen Rechtsstreit in den USA. LG hatte 2019 geklagt, dass SKI Mitarbeiter abgeworben hätte und Geschäftsgeheimnisse gestohlen habe. Es folgten zahlreiche Patentklagen. Die südkoreanischen Unternehmen legten ihre Streitigkeiten nun bei.

Größte Hersteller von Batteriezellen: Plätze 5 bis 1

In der oberen Hälfte des Rankings der größten Batteriezellfabrikanten finden sich mit BYD und CATL ebenfalls zwei ganz Große der Batterieindustrie aus China.

Daneben spielen aber auch noch zwei Dickschiffe aus Südkorea - LG Chem und Samsung - ganz oben mit. Und an der Spitze steht mit Panasonic ein ganz Großer aus Japan.

Batteriezellen: Wer beliefert wen?

CATL und Samsung beliefern unter anderem BMW. Die Koreaner haben bereits eine europäische Fertigung in Ungarn, CATL baut eine Fabrik in Thüringen. In seinen chinesischen Werken und in den USA setzt BMW auf lokalen Einkauf der Zellen.

Aber auch Daimler setzt bei der Zulieferung auf CATL, neben seinem Partner Farasis. Weitere Informationen will der Autobauer zu seinen Zelllieferanten jedoch nicht herausrücken.

Ebenfalls von CATL wird Opel beliefert. Sie kommen im Corsa-e, Zafira-e und im Vivaro-e zum Einsatz. Daneben setzt die deutsche Marke, die im Stellantis-Konzern integriert ist, auf LG Chem. Diese Zellen treiben den Grandland Hybrid und Hybrid 4 an. Langfristig will Opel Batteriezellen aus eigenen Gigafabriken beziehen, sie entstehen in Kaiserslautern und in Douvrin (Frankreich).

Volkswagen kauft seine Batteriezellen bei Samsung, LG Chem und SK Innovation ein. Sie sind strategische Partner. SKI soll darüber hinaus die Fahrzeuge auf dem US-Markt ausstatten. In China übernimmt das CATL. Das Joint Venture mit Northvolt für den gemeinsamen Aufbau einer Fabrik in Salzgitter wurde mittlerweile gestoppt und wird von Volkswagen alleine fortgeführt.

Batteriehersteller in Deutschland

Auch in Deutschland soll es künftig eine nennenswerte Batterieproduktion für Elektroautos geben. Diese Standorte sind in Planung:

  1. CATL (Arnstadt/Ichtershausen ab 2022)
  2. Svolt (Überherrm + Heusweiler ab 2022/23)
  3. Tesla (Grünheide ab 2022)
  4. VW  (Salzgitter)
  5. Saft (Kaiserslautern)

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