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Bild: ZF Forum-ZF

| von Dörte Neitzel
Mit der Übernahme des amerikanisch-belgischen Bremsenherstellers Wabco kommt ZF allerdings näher an die Position Zwei heran, die bislang noch Continental inne hat Der Zulieferer hatte bereits Ende Februar Gespräche mit Wabco bestätigt
ZF ist der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer. Mit der Übernahme des amerikanisch-belgischen Bremsenherstellers Wabco kommt ZF allerdings näher an die Position Zwei heran, die bislang noch Continental inne hat. Der Zulieferer hatte bereits Ende Februar Gespräche mit Wabco bestätigt.

ZF auf dem Weg zum Systemanbieter

Die Friedrichshafener habe eine bindende Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet, teilte der Stiftungskonzern gestern mit. „Wir sind davon überzeugt, dass ZF gemeinsam mit Wabco den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann“, erklärte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider.

Als Kaufpreis wurden insgesamt mehr als sieben Milliarden Dollar vereinbart, das sind 136,50 Dollar pro Aktie. Der Übernahme müssen nun noch mehr als die Hälfte der Aktionäre zustimmen, dann soll sie 2020 abgeschlossen sein. Das Management von Wabco unterstützt den Kauf.

Endlich bei Bremsen am Zug

ZF sichert sich mit dem Kauf Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme. Diese sind für das automatisierte Fahren dringend erforderlich und stehen seit längerem auf der Wunschliste der Friedrichshafener.

2016 scheiterte der Versuch, die schwedische Haldex zu übernehmen. Auch an Wabco hatte ZF früher schon einmal Interesse gezeigt.

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