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Maßgeschneiderte Maschinen effizient beschaffen

| von Dörte Neitzel

Der Beschaffungsprozess von der Planung bis zur Beauftragung einer Maschine bindet nicht nur personelle Ressourcen und Zeit; er erfordert auch eine spezielle interne Expertise und entsprechende Kenntnis des Maschinenbaumarktes. Doch diese Hürden lassen sich erfolgreich meistern, wie die mworks GmbH ihren Kunden aus Mittelstand und Industrie beweist.

Gestiegene Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie zunehmender Innovationsdruck bei Fertigungsprozessen und -anlagen veranlasste die Link GmbH in Butzbach dazu, die Experten von mworks an Bord zu holen. In den zurückliegenden Jahren waren mehrere Anläufe, die Produktion in Eigenregie zu modernisieren, den Anforderungen des Tagesgeschäfts zum Opfer gefallen.

Ziel des mittelständischen Komponentenherstellers für Alarm- und Sicherheitstechnik: eine erhöhte Effizienz und Flexibilität der Stecker- und Buchsenfertigung durch Automatisierung der Produktionsabläufe. Bis dato implizierten diese einen hohen Anteil manueller Fertigungsschritte.

Sechs Monate nach dem ersten Kontakt mit den Experten von mworks konnte die Link GmbH eine neue, hochspezialisierte Maschine beauftragen. „Diese Zusammenarbeit gab uns die Sicherheit, wirklich die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben – sowohl in betriebswirtschaftlicher als auch technologischer Hinsicht“, resümiert Daniel Link, Geschäftsführer der Link GmbH.

Beste Lösung durch externen Blickwinkel

Konkrete Aufgabe von mworks bei der Link GmbH: Die Beschaffung einer Maschine, die auch kleinste Bauteile hochpräzise verarbeitet und geringe Losgrößen wirtschaftlich fertigen kann. Zudem sollte eine lückenlose Qualitätskontrolle während der Produktion gewährleistet sein. Die neue Maschine musste sich in die bestehenden Produktionslinien integrieren lassen und sollte außerdem die Option für die künftige Fertigung weiterer Produktvarianten bieten.

Zu Beginn der Projektierung erfolgte eine detaillierte Bedarfsanalyse mit anschließender Definition der Anforderungen in einem professionellen Lastenheft für die spätere Auftragsvergabe. Darauf basierte die Entwicklung einer maßgeschneiderten Produktionslösung. Zunächst wurden dabei verschiedene Verbindungsverfahren wie Mikroschweißen, Spleißen und Crimpen hinsichtlich der kundenspezifischen Rahmenbedingungen getestet. Durch Bemusterung konnten die Verfahren verglichen und bewertet werden. Die Entscheidung fiel auf ein zuverlässiges Spleißverfahren.

Die Anforderungen an die neue Produktion erfüllte schließlich eine Maschine, für die mehrere Standardkomponenten individuell und erstmals in dieser Form kombiniert wurden. Die Qualitätssicherung und Überwachung der Prozessparameter erfolgen dabei über ein integriertes Kamerasystem. „Ein klarer Vorteil für unsere Kunden ist die Unbefangenheit und Neutralität, mit der wir ihre Aufgaben angehen können. Dadurch entstehen meist ganz neue Lösungen, über die zuvor noch gar nicht nachgedacht wurde“, sagt Lars Kobialka, Geschäftsführer der mworks GmbH.

Schnell den richtigen Lieferanten finden

In der zweiten Phase der Projektierung galt es, einen Lieferanten zu finden, dessen Angebot nicht nur durch die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen überzeugt. Gleichzeitig musste die Fertigungsqualität beim Spleißen den hohen Anforderungen von Link gerecht werden.

In kontinuierlich enger Abstimmung mit Einkauf und Geschäftsführung bei Link wurden 16 potenzielle Lieferanten – deutsche und europäische Maschinenbauer – durch mworks recherchiert, Angebote eingeholt und Muster angefordert. Die zehn eingegangenen Angebote wurden verglichen und ausgewertet. Nach ausführlicher Stärken-Schwächen-Analyse und Beurteilung der eingereichten Muster der Lieferanten wurden der Link GmbH schließlich drei Unternehmen empfohlen.

Auf dieser Basis konnte die Geschäftsführung eine fundierte Entscheidung bei der Auftragsvergabe treffen. Darüber hinaus beriet mworks auch bei der Verhandlungsstrategie, der Vertragsgestaltung und dem Bestellprozess. Abschließend erfolgte die Vorabnahme beim Lieferanten mit umfassender Funktionsprüfung der Anlage, wodurch diese optimal auf die Implementierung in die Produktion vorbereitet wurde. So konnte das zügige Erreichen der vollen Produktionsleistung beim Kunden gewährleistet weden.

Geringer eigener Ressourcenaufwand

Nach erfolgreicher Automatisierung der Steckerproduktion entschied sich die Link GmbH, auch die Kabelkonfektionierung den aktuellen Anforderungen anzupassen. So wurde die veraltete Maschine zum Zuschneiden und Abmanteln durch eine moderne Produktionslinie ersetzt. Nach eingehender Analyse des Produktionsprozesses erstellte mworks ein Maschinen-Layout, bei dem mehrere Komponenten zu einer Produktionslinie integriert wurden, die die sechs notwendigen Fertigungsschritte optimiert.

Für diese individuelle Lösung wurden durch mworks wiederum die geeigneten Maschinenbauer angefragt, Angebote ausgewertet und Referenzanlagen der potenziellen Lieferanten besichtigt. „Die Zusammenarbeit mit mworks ist für uns die ideale Lösung, um bei der Modernisierung unserer Produktion schnell ans Ziel zu gelangen. Wir kaufen einfach die spezielle Expertise ein, die wir für unsere Innovationsvorhaben temporär benötigen und straffen so die Beschaffungsprozesse“, erläutert Geschäftsführer Daniel Link.

 Autor: Kathrin Irmer

Foto: shotsstudio/Fotolia.de