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Automobilindustrie will mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette

| von Dörte Neitzel

Die Verantwortung für Mensch und Umwelt soll – künftig noch stärker – nicht am eigenen Werkstor enden, sondern über die gesamte automobile Lieferkette verankert werden und Maßstab des unternehmerischen Handelns sein.

Leitprinzipien für viele Unternehmensbereiche

Dazu haben sich Hersteller und Zulieferer im VDA auf eine – rechtlich unverbindliche – „Empfehlung zu Leitprinzipien der Automobilindustrie zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ verständigt. Diese Leitprinzipien sollen die Basis für die „Corporate Social Responsibility“ eines jeden Akteurs sein.

Dazu zählen die Bereiche Unternehmensethik, Umweltstandards, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, Löhne und Sozialleistungen sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Fragebogen zur Evaluierung der Nachhaltigkeit

Im Zuge dieses Prozesses empfiehlt der VDA ferner, zur Evaluierung der Nachhaltigkeit der Lieferkette einen standardisierten Fragebogen zu verwenden. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe europäischer Fahrzeughersteller unter dem Dach von „The European Business Network for Corporate Social Responsibility“ wurde ein Fragebogen zur Evaluierung der Nachhaltigkeit in der Lieferkette entwickelt.

Der VDA empfiehlt seinen Mitgliedern, diesen Fragebogen einzusetzen. Durch die gegenseitige Anerkennung des Fragebogens in der Lieferkette werde sichergestellt, dass die Bewertung der Nachhaltigkeit des jeweiligen Unternehmens in einem schlanken und effizienten Prozess möglich sei und administrativer Mehraufwand vermieden werde.

Der Fragebogen ist online abrufbar unter: http://www.csreurope.org/saq-0

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