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Sourcing-Studie 2016: Digitalisierung und fehlendes Spezialwissen befeurern Outsourcing

| von Dörte Neitzel

Laut der Analyse ist die Digitalisierung von Geschäftsprozessen mit 35 Prozent die am zweithäufigsten genannte Herausforderung für Unternehmen im Digitalzeitalter und damit der größte „Aufsteiger“ im diesjährigen Ranking. Die Vielfalt der Aufgaben kann durch die IT-Abteilungen heute nur noch bedingt abgedeckt werden: Jeder dritte IT-Entscheider gab dementsprechend an, mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Abteilung und deren Know-how nicht zufrieden zu sein.

Knapp 90 Prozent der Unternehmen sehen ihr Outsourcing-Potenzial noch nicht erreicht. Die Befragten erwarten, dass sie in fünf Jahren deutlich mehr auslagern werden als noch heute. Themen wie Virtualisierung bzw. Infrastruktur, Applikationsentwicklung, Helpdesk oder Managed Services spielen dabei eine besonders große Rolle.

Outsourcing-Gründe: Kosten, Verfügbarkeit, Know-how

Die Auslagerung von Teilbereichen oder ganzen Geschäftsprozessen hat laut der Studie diverse Gründe. Auf Rang 1 und 2 bleiben mit 57,7 Prozent der Wunsch, Kosten zu senken, und mit 37,7 Prozent das Ziel, Ressourcenknappheit zu überwinden. Mit „schnellere Umsetzung von Projekten“ (27,3 Prozent) und „zusätzliche (personelle) Ressourcen für neue Projekte“ (26 Prozent) tauchen zudem zwei neue Motive im diesjährigen Ranking auf. Dies deutet darauf hin, dass sich immer mehr IT-Verantwortliche in Anbetracht der Anforderungen nach größerer Flexibilität und Effizienz sehnen.

Besonders deutlich wird auch, dass viele Entscheider mit dem Rückgriff auf externe Partner gezielt Wissenslücken im eigenen Unternehmen schließen und eine höhere Qualität der Services sicherstellen wollen. So wurden neben mangelndem eigenen Know-how (32,7 Prozent) auch Unzufriedenheit mit der eigenen IT-Abteilung (14 Prozent) und der Wunsch nach besserer Softwarequalität (13,8 Prozent) als Outsourcing-Triebkräfte genannt.

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