Werk Leipzig von Halberg Guss

Werk in Leipzig. (Bild: Wikipedia/Tnemtsoni CC BY-SA 3.0)

| von Dörte Neitzel

Die insolventen Gusswerke Saarbrücken stellen ihre Produktion am Standort Brebach endgültig ein. Das gab die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am 3. Juni bekannt. Damit endet eine 273 Jahre lange Firmengeschichte am Standort Halberg.

Erste Aufzeichnungen sprechen vom Gründungsjahr 1756. Daraus ging die Halberger Hütte hervor, die zwischen 1972 und 1992 zum französischen Saint-Gobain-Konzern gehörte. Während der Zeit wurde die Halbergerhütte zur eigenständigen Halberg Guss und mit rund 2.500 Mitarbeitern ausgegliedert. Es folgten Expansionen mit einem Werk in Leizpig sowie Eisen- und Aluminiumgießereien in Südafrika.

Zahlreiche Besitzerwechsel in 11 Jahren

2009 musste das Unternehmen zum ersten Mal Insolvenz anmelden, wurde aber unter Ägide einer Investorengruppe unter dem Namen Neue Halberg Guss (NHG) weitergeführt. Verkauft wurde die NHG 2018 an die berüchtigte Prevent-Gruppe der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor, die die beiden Gießereien in Saarbrücken und Leipzig aber schnell wieder an eine weitere Investorengesellschaft verkaufte. Mittlweile wurde das Unternehmen in Gusswerke Saarbrücken und Gusswerke Leipzig umfirmiert.

2019 kündigten die Gusswerke Saarbrücken einen massiven Stellenabbau wegen fehlender Aufträge an und meldeten Insolvenz an. Zunächst hieß es, das Unternehmen werde nicht abgewickelt, man suche nach einem Fortführungskonzept. Doch alle Bemühungen sind jetzt gescheitert und das Saarbrücker Werk wird zum Ende Juni 2020 geschlossen.

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