Mann sucht Teile in einem Lagerregal

Versorgungssicherheit und steigende Preise beunruhigen Unternehmen am stärksten. (Bild: Syda Productions - stock.adobe.om)

Versorgungsengpässe und steigende Preise stellen die höchsten Risiken für Unternehmen aktuell dar. Das ist das Ergebnis der Umfrage "Risikoprävention im Einkauf" von Inverto.

Für 93 Prozent der Befragten stellen Versorgungsengpässe das Unternehmensrisiko dar, gefolgt von Preisanstiegen bei Vorprodukten und verbundenen Dienstleistungen (78 Prozent). Steigende Energiekosten werden von 63 Prozent als drittgrößtes Risiko bewertet. Damit nimmt der Einkauf eine Schlüsselrolle im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen ein.

90 Prozent der Teilnehmenden erhielten in den vergangenen sechs Monaten nicht alle Vorprodukte, die sie geordert hatten: Ausfälle gab es insbesondere durch Kapazitätsengpässe seitens der Lieferanten und die gestörte globale Logistik

Befragte erwarten weiter steigende Einkaufspreise und zunehmenden Kostendruck

85 Prozent der Unternehmen sehen aufgrund von COVID-19 weiterhin große und sehr große Auswirkungen auf die Einkaufspreise. 71 Prozent erwarten einen zunehmenden Kostendruck.

Darüber hinaus nimmt die Bedeutung des Risikomanagements im Einkauf durch die aktuelle Krise zu: 57 Prozent erwarten eine deutliche Stärkung der Aktivitäten. Dabei setzt ein Großteil der Teilnehmenden auf klassische Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements.

Der Anteil der Teilnehmer:innen, der Risiken systematisch erfasst, ist jedoch ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (55 Prozent). Auch bleibt der Einsatz digitaler Tools weiter ausbaufähig.

83 Prozent der Befragten haben Maßnahmen im Unternehmen ergriffen, um Beschaffungsrisiken zu begegnen: dabei werden klassische Maßnahmen wie der Abschluss von langfristigen Rahmenverträgen oder die Umsetzung von Dual Source Strategien (je 78 Prozent) am häufigsten genutzt. Ein Großteil der Befragten baut nun Sicherheitsbestände auf, um die Versorgungsrisiken zu reduzieren (60 Prozent, ein Plus um 17 Prozentpunkte zum Vorjahr).

Preissteigerungen oft nicht vermeidbar

Während die Sicherung der Versorgung bei vielen als Erfolg des Risikomanagements verbucht wird, konnten die Preise nicht stabilisiert werden. 79 Prozent der Befragten erachten die Versorgungssicherung im Einkauf als größten Erfolg des eigenen Risikomanagements. Dagegen verbuchen nur wenige die Stabilisierung von Preisen als Erfolg (38 Prozent). Das entspricht einer Verringerung um 22 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Nachhaltigkeit rückt stärker in den Fokus

Für 44 Prozent der Befragten hat das geplante Lieferkettengesetz bereits Relevanz, ein Drittel hat dieses noch nicht auf der Agenda. 27 Prozent befinden sich bereits in der Umsetzung - das sind zwölf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Zentrale Maßnahmen sind dabei Dialoge mit unmittelbaren Lieferanten (80 Prozent) sowie das Aufsetzen eines Risikomanagements zur Einhaltung des Standards inklusive Vorgehen bei Nichteinhaltung (je 60 Prozent).

Die größte Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit ist die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks - und gleichzeitig das größte Nachhaltigkeitsrisiko. Umweltschäden durch Produktionsmethoden in der Lieferkette (51 Prozent) und die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten (42 Prozent) sind weitere Prioritäten.

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