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Weiler-Insolvenz: Investorenprozess startet

| von Dörte Neitzel

Der Start des Investorenprozesses soll neue Perspektiven für die Weiler Maschinen- und Anlagenbau eröffnen. Das Familienunternehmen mit Sitz in Gau-Algesheim ist einer der führenden Anbieter von Produktions- und Handling-Anlagen für die Herstellung von Beton-Fertigteilen.

Strategische Investoren im Fokus

Das Leistungsspektrum von Weiler reicht von der Projektierung schlüsselfertiger Produktionsanlagen über Herstellung, Vertrieb und Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen bis hin zu Produktschulungen und der Ersatzteilversorgung.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir einen geeigneten, zukunftsorientierten und kompetenten Investor für dieses Traditionsunternehmen finden werden“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Lieser. „Wir können uns Investorengespräche auch mit ausländischen Interessenten sehr gut vorstellen,“ ergänzt Uwe Borgers, Projektleiter und Vorstandsmitglied von Mentor.

Mehrmonatiger Investorenprozess

Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt fort. Der mehrstufige Investorenprozess soll voraussichtlich mehrere Monate dauern. Interessierte Bieter haben die Möglichkeit zunächst ein unverbindliches Angebot abzugeben. Ausgewählte Bieter haben im Anschluss daran ausreichend Zeit, ein verbindliches Angebot abzugeben. Die sich dann anschließenden Vertragsverhandlungen werden sich voraussichtlich bis Ende November oder Anfang Dezember 2016 hinziehen.

Ein scharfer Wettbewerb und letztlich massive Umsatzeinbrüche im wichtigen Auslandsgeschäft, mit ausgelöst durch den Ölpreisverfall, hatten Weiler in eine finanzielle Schieflage geführt. Schließlich musste das Unternehmen am 26. Juli 2016 einen Insolvenzantrag stellen.

Bild: Weiler

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