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Einkaufsführer: Gabelstapler richtig beschaffen

Foto: Toyotoa Material Handling

Einkaufsführer: Gabelstapler richtig beschaffen

Haken Das müssen Sie bei der Beschaffung von Gabelstaplern beachten.

Das Angebot an Flurförderzeugen für den innerbetrieblichen Materialfluss am Markt ist groß. Doch welcher Gabelstapler ist für den geplanten Einsatz am besten geeignet? Um diese Frage richtig beantworten zu können, sollten Entscheider vorab den konkreten Bedarf analysieren. Wel che Punkte dabei wichtig sind und worauf bei der Auswahl zu achten ist, zeigt der folgende Beitrag.

Angesichts der Vielzahl von Anbietern und Modellen am Markt ist es für Entscheider oft nicht einfach, das passende Flurförderzeug zu finden. „Das A und O beim Staplerkauf ist eine eingehende Einsatzanalyse. Erst daraus lässt sich eine Leistungsanforderung für den richtigen Stapler ableiten, und ich kann entschieden, welches Gerät zu meinem Einsatzprofil passt“, so Markus Alberts, Spezialist Produktmarketing von Toyota Material Handling. Dabei spielen die zu transportierenden Güter ebenso eine Rolle wie die vorhandene Lager­umgebung. Wichtige Entscheidungskri­terien für den Einkauf sind zum einen wirtschaftliche Kriterien wie Anschaffungskosten sowie Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer des Staplers. Darüber hinaus kommt dem Fahrer eine wesentliche Rolle zu. Denn er braucht einen Stapler, der einen sicheren, ergonomischen und komfortablen Betrieb gewährleistet.

Einkaufsführer: So beschaffen Sie Gabelstapler

Gabelstapler richtig beschaffen.

Lasten richtig einschätzen

Die Tragfähigkeit und die Hubhöhen sind wesentliche Unterscheidungsmerkmale von Staplern. Toyota Material Handling hat erst kürzlich sein Produktangebot um einen elektrischen Gegengewichtsstapler erweitert, der bis zu 8 t bei einem Lastschwerpunkt von 900 mm heben kann. Aber natürlich kommt es nicht nur auf die Nenntragfähigkeit des Staplers an. Ein weiteres wichtiges Kriterium sind die Hubhöhen und die Resttragfähigkeit, die der Stapler erreichen soll. Bei der Resttragfähigkeit handelt es sich um das Gewicht, dass der Stapler auf die angegebene maximale Höhe heben kann. Bei vielen Herstellern sind Staplermodelle mit unterschiedlichen Kapazitäten und Masttypen erhältlich, daher lohnt sich der Vergleich der Tragfähigkeit sowie der Hubhöhe auch bei Geräten des gleichen Anbieters. Generell lassen sich Regale bis etwa 7m Höhe noch mit Frontstaplern bedienen, sofern davor ausreichend Platz zum Rangieren ist. Bei schmaleren Gängen und hohen Regalhöhen sind Schubmaststapler oder Schmalgangstapler die richtige Wahl.

Zur Definition der Einsatzumgebung muss geklärt werden, ob der Stapler nur im Innen- oder auch im Außenbereich tätig sein soll, wie groß der Arbeitsbereich – zum Beispiel die Gangbreite – ist, welche Bodenbeschaffenheit dieser aufweist und ob Bodenunebenheiten oder Steigungen und Rampen bewältigt werden müssen. Letzteres ist für die richtige Auswahl der Reifen wichtig – Bandagebereifung eignet sich am besten für glatte Böden im Innenbereich, Super­elastikbereifung in erster Linie für den Außeneinsatz.

Spielen darüber hinaus besondere Umgebungsgeräusche eine Rolle oder gibt es Restriktionen bezüglich der durch den Staplereinsatz verursachten Emissionen? Existiert bereits die benötigte Infrastruktur zum Laden von Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien oder zur Betankung eines Diesel-, Treibgas- oder Brennstoffzellenstaplers? Sind diese Fragen geklärt, lässt sich daraus ableiten, welche Antriebsart am geeignetsten ist.

Auch die Geschwindigkeit ist in der Logistik ein wesentliches Kriterium, daher sollte auch die Geschwindigkeit des Gerätes bewertet werden. Bei langen Transportwegen zählt hier vor allem die Fahrgeschwindigkeit des Gerätes. Wird der Stapler allerdings beispielsweise bei der LKW Be- und Entladung eingesetzt, so wirken sich Ansprechverhalten und Beschleunigung deutlich mehr auf die Produktivität aus. Besonders beim Arbeiten in der Höhe, zum Beispiel beim Einsatz von Schubmaststaplern, kommt es vor allem auf die Hub- und Senkgeschwindigkeiten des Hubgerüstes an.

Auswahlkriterium Nutzungsdauer

Bei Betrieben mit einem 2- oder 3-Schichtbetrieb spielt die Einsatzzeit des Gerätes eine wichtige Rolle. Während gas- oder dieselbetriebene Stapler schnell wieder aufgetankt und damit arbeitsbereit sind, dauert es bei einem Elektrostapler mehrere Stunden, um die Batterie wieder vollständig aufzuladen. Diese Zeit lässt sich durch Schnellladestationen oder Wechselbatterien zwar verkürzen, dauert aber dennoch länger als eine Diesel-Betankung oder der Wechsel der Treibgasflasche. Toyota Material Handling bietet beispielsweise seit Kurzem ein neues Batteriesystem an, welches auf der Lithium-Ionen-Technologie basiert, die Toyota bereits seit 2014 serienmäßig für seine Flurförderzeuge anbietet. Diese Technologie ermöglicht häufige kurze Zwischenladungen und bietet eine hohe Geräteverfügbarkeit für den Mehrschichteinsatz. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu verbrennungsmotorischen Staplern ist der geringere Wartungsbedarf von E-Staplern, da die Komponenten sehr wartungsarm oder auch gänzlich wartungsfrei sind und eine höhere Lebensdauer erreichen.

Die Investitionskosten für einen neuen Stapler liegen im vier- bis sechsstelligen Bereich. Das ist auch für größere Unternehmen eine Investition, deren Gesamtwirtschaftlichkeit geprüft und gewährleistet werden muss. So kann sich ein höherer Anschaffungspreis schneller amortisieren, wenn ein Stapler durch bessere Technik niedrigere Gesamtbetriebskosten über die gesamte Lebensdauer, eine höhere Leistungsfähigkeit sowie auch einen höheren Restwert erzielt. Zu den Gesamtbetriebskosten zählen neben den Anschaffungskosten und/oder Finanzierungskosten, Servicekosten, Reparaturen, Ausfallzeiten, weitere durch Unfälle verursachte Kosten, Energiekosten und mehr. Die Verkaufsberater von Toyota Material Handling bieten den Kunden hierzu eine individuelle Beratung unter Berücksichtigung aller für den konkreten Einsatzfall relevanten Faktoren.

Welcher Stapler schließlich das Rennen macht, sollte also wohl überlegt sein. Der Erwerb eines Markengeräts hat den Vorteil, ein nach höchsten Qualitätsstandards gefertigtes Flurförderzeug zu erwerben. Darüber hinaus sind unterschiedliche Miet- und Finanzierungslösungen möglich. Ein flächendeckendes Servicenetzwerk mit schneller Ersatzteillieferung und Reparatur durch geschulte Servicetechniker sollte der Hersteller der Gabelstapler auch bieten. Damit ist der Stapler schneller wieder für seinen geplanten Einsatz verfügbar.

 

Autoren: Anja Seemann, Kathrin Irmer

Bilder: Toyota Material Handling


Checkliste für den Einkauf von Gabelstaplern

Haken

Welche Lasten müssen transportiert und welche Höhen erreicht werden?

Haken

Wie sieht die Lagerumgebung aus?

Haken

Wie weit und wie schnell müssen die Lasten bewegt werden?

Haken

Wie lange soll der Stapler täglich genutzt werden?

Haken

Was kostet der Stapler in der Anschaffung und im Betrieb?


Drei Fragen an Peter Schundner, Markus Alberts, Toyota Material Handling:

Gibt es heute noch Vorteile für den Einsatz von Dieselstaplern oder können sich E-Stapler heute in jedem Einsatz behaupten?

Der Trend geht deutlich zu Elektrostaplern. Toyota Material Handling hat mit dem Traigo 80 in diesem Jahr einen Elektrostapler für 6 bis 8 t vorgestellt – ein Segment, dass zuvor vorwiegend von Dieselstaplern bedient wurde. Mit spritzwassergeschützten Komponenten und Fahrerkabine sind E-Stapler inzwischen sogar für den Außeneinsatz geeignet. Und zur Wirtschaftlichkeit: E-Stapler sind zwar in der Anschaffung teurer, dafür sind sie über die gesamte Lebensdauer betrachtet bei den Betriebskosten günstiger.

Wie wichtig ist das Thema Sicherheit beim Einsatz von Gabelstaplern bereits bei der Einkaufsentscheidung?

Das Thema Sicherheit und Unfallprävention wird beim Einsatz von Gabelstaplern großgeschrieben. Dies beginnt beim Fahrzeug selbst, der Fahrerausbildung und reicht schließlich bis zum konkreten Einsatz. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Fahrzeug, den Betrieb und die Lagerumgebung sicher zu gestalten. To­yota Material Handling bietet dazu verschiedene Sicherheitseinrichtungen und -systeme an. Das reicht von der Beleuchtung und Warnsystemen für Fußgänger bis hin zu Antikollisionssystemen und aktiven Fahrerassistenzsystemen. Grundsätzlich sind alle Toyota Geräte serienmäßig mit Assistenzsystemen ausgestattet. Das wohl bekannteste ist das in den Gegengewichtsstaplern verbaute System für Aktive Stabilität (SAS), das die wichtigsten Staplerparameter aktiv überwacht und die Fahrzeugstabilität erhöht. Damit verringert sich die Unfallgefahr signifikant.

Wesentlich beim Kauf eines Gabelstaplers ist nicht nur der Anschaffungspreis, sondern das Verhältnis von Gesamtbetriebskosten zur durch den Stapler gewonnenen Produktivität/Arbeitsleistung. Welche Mittel stellen Sie Ihren Kunden noch zur Verfügung, die Produktivität der Staplerflotte zu messen und zu optimieren?

Mit unserer Flottenmanagementlösung I_Site geben wir unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, ihre Flotte zu optimieren – zum Beispiel die Auslastung oder Wartungen zu planen oder Zugangskontrollen zu hinterlegen, um damit die Kosten, Produktivität, Sicherheit und Umwelt immer im Blick zu haben. Die Bedeutung dieses Themas erkennend, stattet Toyota Material Handling ab Oktober 2018 alle Lagertechnikgeräte serienmäßig mit den erforderlichen Komponenten für I_Site aus.


Einkaufsführer in Zusammenarbeit mit Toyota Material Handling Deutschland

Die Toyota Material Handling Deutschland GmbH (TMHDE) ist ein Unternehmen des weltweit größten Flurförderzeug-Herstellers Toyota Industries Corporation (TICO). TMHDE hat seinen Hauptsitz in Isernhagen bei Hannover. Im April 2007 ist das Unternehmen aus dem Zusammenschluss von Toyota Gabelstapler Deutschland und BT Deutschland hervorgegangen. Toyota bietet seitdem über einen dualen Vertrieb mit 16 Händlern, sechs Toyota Stapler Centern und acht weiteren Niederlassungen Flurförderzeuge der Marke Toyota, intralogistische Lösungen sowie alle produktbezogenen Dienstleistungen an. Das Spektrum reicht vom Handhubwagen über Routenzugsysteme und Gabelstapler aller Antriebsarten bis zu automatisierten Lösungen. Inklusive des Händlernetzwerks arbeiten zurzeit rund 1 100 Mitarbeiter für das Unternehmen. Die Werke, die für den europäischen Markt produzieren, befinden sich in Ancenis (Frankreich), Mjölby (Schweden) und Bologna (Italien). Sie sind nach dem Umweltstandard ISO 14001 zertifiziert und fertigen nach dem weltweit bekannten Toyota Produktionssystem. Weitere Informationen auf www.toyota-forklifts.de.

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