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20 Jahre Würth Industrie Service

16.01.2019

20 Jahre Würth Industrie Service

Wie sehr sich etwas im Laufe der Zeit verändert, wird oft erst durch einen Rückblick sichtbar. So auch bei der Würth Industrie Service. Seit der Gründung am 13. Januar 1999 hat sich viel getan.Ein Rückblick auf 20 Jahre Unternehmensgeschichte.

Vorher als damalige Division Industrie im Mutterhaus, der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau, umfasste sie gerade einmal 88 Mitarbeiter. Schon früh erkannte Reinhold Würth das Potenzial der Belieferung von Industriekunden und den damit verbundenen Wachstumsmarkt.

Heute ist das Unternehmen führend im Bereich C-Teile-Management und beschäftigt mehr als 1.640 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am eigenen Standort in Bad Mergentheim auf dem Drillberg. Doch so sehr das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen ist und sich weiterentwickelt hat, so bleibt auch vieles gleich: Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Respekt, Vertrauen und gegenseitige Fairness haben fortwährenden Bestand; sie sind die Leitlinien nach denen das Unternehmen handelt und die Grundsätze, die die Kolleginnen und Kollegen der Würth Industrie Service miteinander verbindet – und das weltweit.

Lieferung an den Produktionsort

Über 20.000 Kunden vertrauen in den 20 Jahren Unternehmensgeschichte auf die Lösungen der Würth Industrie Service. Die Nähe zu den Kunden, individuelle Lösungen, gemeinsame Entwicklungen und eine persönliche Beratung sind dabei essenzielle Elemente der Unternehmensstrategie. Dabei ist die Ausrichtung der direkten Versorgung aller Kunden in Europa klar auf eine Zentrallogistik und die Belieferung mit Produktions- und Betriebsmitteln direkt an den Verbrauchsort ausgelegt.

Mittlerweile ist die Würth Industrie Service in 13 Geschäftsniederlassungen in Deutschland und in Betriebsstätten in der Schweiz, Großbritannien, Polen, Israel und den Niederlanden vertreten. Das internationale Netzwerk mit über 56 Gesellschaften in 40 Ländern verstärkt die weltweite Zusammenarbeit und ermöglicht die individuellen, kulturellen Anforderungen der Industriekunden mit weltweiten Produktionsstandorten auf einem einheitlich hohen Qualitätsstandard zu erfüllen.

So befindet sich die Würth Industrie Service im stetigen Wachstum mit dem Bestreben sich auch künftig weiter auszudehnen. Gegenwärtiges Ziel ist es, bis 2025 den zweitausendsten Mitarbeiter auf dem Drillberg begrüßen zu dürfen – ein nicht weitentferntes Ziel, berücksichtigt man, dass am 01. April 2018 die Mitarbeiterzahl einen neuen Rekord von 1.500 erreichte.

Zusatzleistungen für Mitarbeiter

Dafür investiert das Unternehmen in Zusatzleistungen, wie eine betriebliche Altersvorsorge oder einem Kindergartenzuschuss, ein Kinder-Ferienlager, regelmäßige Mitarbeiterevents, Vergünstigungen im Betriebsrestaurant auf dem Gelände und vieles mehr. Da die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Thema ist, werden in verschiedenen Unternehmensbereichen Modelle zur Teilzeitarbeit oder zu Home-Office angeboten. Auch die Nachwuchsförderung steht für die Würth Industrie Service an hoher Stelle: An den 13 Niederlassungen in Deutschland besteht eine Auswahl von insgesamt zehn verschiedenen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen und acht dualen Studiengängen.

Als Neuheit wird der Studiengang „Digital Business Management“ angeboten, um im Zeitalter von Industrie 4.0 die Nachwuchskräfte auf die digitale Wirtschaft und die sich verändernden Prozesse vorzubereiten. Die Nachwuchsförderung, wie auch die Förderung und Entwicklung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist ein wichtiges Anliegen der Würth Industrie Service, denn sie sind die Basis des Unternehmenserfolges und der Treiber des Unternehmenswachstums sowie der Unternehmensentwicklung.

Grundstein für Würth-Logistikzentrum

Und diese Entwicklung ist sichtbar – sowohl innerhalb der Produkt- und Systemstrategie als auch im Logistikzentrum der Würth Industrie Service: Das ehemalige, geschichtsträchtige Gelände der Deutschordenskaserne ist heute bekannt als das modernste Logistikzentrum für Industriebelieferung in Europa – ein Ergebnis zahlreicher Investitionen.

Der Grundstein wurde im Jahr 2000 mit dem Bau des ersten Kanban- und Palettenlagers sowie 2004 mit dem ersten Hochregallager gelegt. Insgesamt standen damals rund 15.000 Lagerplätze zur Verfügung. Über die Jahre wurde vor allem in die zusätzliche Logistikkapazität investiert.

Seit 2017 erhöht ein neues vollautomatisches Hochregallager die Kapazität um mehr als 49.000 auf aktuell rund 650.000 Lagerplätze, davon allein 150.000 für Paletten.

Auch 2018 befanden sich weitere Investitionen zur Standorterweiterung in der Umsetzung, unter anderem die Erweiterung des Hochregallagers um zusätzliche 30.000 Stellplätze, sowie die Erweiterung des OSR Shuttlelager – ein Kleinteile- und Pufferlager – um 55.000 weitere Stellplätze. Dadurch erhöht sich bis Mitte 2019 die Gesamtkapazität auf 560.000 vollautomatisierte Behälterplätze und 180.000 Palettenstellplätze.

Investitionen in Planung

Auch weitere Investitionen sind in Planung oder befinden sich bereits in der Umsetzung, wie zum Beispiel das neue vollautomatisierte Tablarlager. Dieses Lager funktioniert nach einem Shuttle-Prinzip und bietet dadurch eine höchst flexible und effiziente Lösung für die gesamte Kanban- und Behälterabwicklung, vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Das Tablarlager soll bis zu 360.000 Stellplätze umfassen und etwa 15.000 Behälterbewegungen pro Stunde leisten.

So sind für das Jahr 2020 mehr als 1.000.000 Stellplätze zu erwarten, die eine Maximierung der Versorgungssicherheit der Kunden mit C-Teilen sowie ein individuelleres, genaueres Eingehen auf Kundenwünsche ermöglichen sollen. Um die Liefersicherheit noch weiter zu steigern, wurden zudem auch erste Vorbereitungen für die Straßenverlegung getroffen, um den alten Weg im Unterbürgerwald als künftige Zufahrt für LKW zum Gelände im Einbahnverkehr zu nutzen und dort einen Großparkplatz für Lastwagen zu errichten.

Auch versucht das Unternehmen seinen Automatisierungsgrad zu erhöhen und setzt bereits heute verstärkt Open Shuttles als fahrerlose Transportsysteme, Kommissionierroboter und Palettierroboter ein. Insgesamt flossen seit den Aufbaujahren Investitionen von über 227 Millionen Euro in den Standort und das Logistikzentrum.

Technologische Entwicklungen bei Würth

Neben den Investitionen in die Standortentwicklung treibt die Würth Industrie Service auch die technologische Entwicklung der Systeme seit der Gründung weiter voran. C-Teile wie Schrauben, Scheiben und Muttern sind für eine Maschine und Anlage unverzichtbar. Die Würth Industrie Service sorgt seit 20 Jahren dafür, dass die Industriekunden ihre Kleinteile für den Produktionsbedarf zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität am richtigen Verbrauchsort verwenden können. Gerade aus diesem Sicherheitsaspekt heraus vertrauen die Kunden auf die Lösungen. Milliarden Schrauben können so in Millionen Behältern und tausenden Regalen seither an zehntausende nationale und internationale Kunden mit unterschiedlichsten individuellen Anforderungen verlässlich geliefert werden.

Bedeutsamer Fokus dabei sind praktische Anwendungen zum C-Teile-Management im Zusammenhang mit Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung und Robotik. Dazu zählen zum Beispiel die Automatenlösungen ORSYmat für Hilfs- und Betriebsstoffe. Eingesetzt in der Materialwirtschaft oder Instandhaltung ist dieser stille Helfer eine praktische Lösung, um dezentral, gesichert und direkt am Bedarfsort rund um die Uhr alle Materialen wie Handschuhe, Batterien, Bits oder weiteres indirektes Material verfügbar zu haben.

Lösungen im C-Teile-Management

Darüber hinaus wurden im Bereich C-Teile-Management weitere Systeme fest etabliert: von der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in Kanban-Systemen über elektronische Beschaffungssysteme, Mehrwegsysteme im Gefahrstoffmanagement und einer vernetzten Arbeitsplatzversorgung bis hin zu einer ganzheitlichen Lieferantenintegration und vieles mehr.

Alle Lösungen stützen sich auf ein auf die Bedürfnisse der Industriebranche ausgerichtetes Sortiment von über 1.100.000 Millionen Artikel. Spezialisierte Fachkräfte und Expertenteams für verschiedene Produktgruppen wie Arbeitsschutz, Chemie, Sonder- und Zeichnungsteile sowie Arbeitsplatz¬gestaltung sorgen dabei für die bedarfsoptimierte Nutzung und den Einsatz vor Ort. Immer fest im Blick sind die individuellen Anwendungsgebiete bei den Kunden und die stetige Ausrichtung an den Markt- und Branchentrends.

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Autor: Dörte Neitzel

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