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5G-Netz von Huawei: Killswitch oder nicht?

Bild: welcomia/Shutterstock.com

04.02.2019

5G-Netz von Huawei: Killswitch oder nicht?

Nach Informationen der ARD soll das chinesische Unternehmen Huawei 5G-Netze in Deutschland mit einem Killswitch ausstatten, um es abschalten zu können. Die Telekombranche verneint das.

Das chinesische Unternehmen Huawei baut in Deutschland 5G-Netze auf. Wie die ARD unter Berufung auf “Sicherheitskreise” behauptet, soll das chinesische Unternehmen diese Netze mit einem sogenannten Killswitch ausgestattet haben, über den die chinesische Regierung bei Differenzen mit der Bundesregierung das Netz abschalten könne.

“Volle Kontrolle über das Netz”

Der Hintergrund: Donald Trump verdächtigt Huawei schon seit längerem, Spionagemöglichkeiten in seinen Geräte und Netzwerkausrüstungen zu verbauen. Am 30. Januar 2019 fand eine hochrangige Anhörung zu Huawei im Bundesministerium für Wirtschaft statt, zu dem die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica geladen waren.

Wie der Online-Infodienst Golem.de aus “informierten Kreisen” erfahren haben will, betonten die Firmenvertreter bei dem Treffen, dass sie “die volle Verantwortung und volle Kontrolle über das Netz” hätten. Auch die Frage eines Killswitchs wurde angesprochen, und von den Vertretern der Branche ausdrücklich verneint. So etwas gebe es nicht.

Ex-BNDler spricht von Backdoors

Gerhard Schindler, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, das Risiko der Betriebssicherheit sei gravierender, sollte Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligt werden. So wäre China zu einem Killswitch in der Lage, um das Netz in Deutschland abzuschalten, beispielsweise auf dem Höhepunkt einer politischen Krise oder gar im Zuge einer kriegerischen Auseinandersetzung. Konkret geht es darum, dass China Huawei-Technik mithilfe sogenannter Backdoors für Spionagezwecke nutzen könnte, so die Befürchtung.

“Wer diese Technologie bereitstellt, ist auch in der Lage, Kommunikation abzuhören”, sagte Gerhard Schindler, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND): “Man kann Sicherheitssysteme einbauen, aber das Risiko bleibt.” Die chinesische Gesetzgebung erlaubt es der Regierung, von den eigenen Unternehmen die Herausgabe von Informationen aus dem Ausland zu verlangen. “In China haben die Sicherheitsbehörden einen Durchgriff auf die Wirtschaftsunternehmen, auch auf private Unternehmen”, so Ex-BND-Chef Schindler.

Konkrete Beweise für die Behauptungen liegen jedoch nicht vor. Schindler arbeitet seit mehr als zwei Jahren für das Lobby-Netzwerk Friedrich 30.

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Autor: Dörte Neitzel

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