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Airbus will Großbritannien im Fall eines harten Brexit verlassen

Bild: Airbus

25.01.2019

Airbus will Großbritannien im Fall eines harten Brexit verlassen

Im Fall eines ungeregelten No-Deal-Brexit hat Airbus-Konzernchef Tom Enders erneut mit der Verlagerung der Produktion gedroht. Der europäische Flugzeugbauer bangt um seine Lieferketten, sollte es keine Einigung über den EU-Austritt geben.

Ein Brexit ohne Abkommen wäre für Airbus ein Super-Gau. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus produziert in Großbritannien die Flügel für nahezu alle seine Flugzeugmodelle. Nun hat Airbus-Chef Tom Enders erneut auf die Dringlichkeit eines Austrittsabkommens hingewiesen und damit gedroht, im Fall eines ungeregelten EU-Austritts Fabriken zu schließen.

“Wenn es einen Brexit ohne Abkommen gibt, müssen wir bei Airbus möglicherweise sehr schädliche Entscheidungen für Großbritannien treffen”, sagte Airbus-Chef Thomas Enders in einer Videonachricht.

Enders machte auch klar, dass das keine leere Drohung sei. “All jene, die daran zweifeln, Airbus könnte im Falle eines No-Deal-Brexits Geschäfte von Großbritannien abziehen, liegen falsch.” Die britische Luftfahrt stehe jetzt am Abgrund.

 

“Langfristiges Geschäft”

Es sei zwar nicht möglich, die großen britischen Fabriken sofort in andere Teile der Welt zu verlegen. Aber Luftfahrt sei ein langfristiges Geschäft, sagte Enders weiter.

14.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Airbus fertigt in Großbritannien die Tragflächen für fast alle seine Passagier- und Frachtflugzeuge. Der weltweit zweitgrößte Flugzeugkonzern hinter dem US-Hersteller Boeing beschäftigt in seinen britischen Standorten 14.000 Mitarbeiter, 6.000 davon in der Fabrik im walisischen Broughton, wo Flugzeugflügel gebaut werden, und 3.000 in Filton im Westen Englands – traditionell strukturschwache Gegenden.

Bei einem ungeregelten Brexit fürchtet Airbus um seine Lieferketten.

“Hört nicht auf den Wahnsinn der Brexiteers”

“Bitte hört nicht auf den Wahnsinn der Brexiteers, die behaupten, dass wir, weil wir hier riesige Fabriken haben, uns nicht bewegen werden und immer hier sein werden.” Es gebe auf der Welt Länder, die gern Tragflächen für Airbus bauen würden, sagte der in Deutschland geborene Enders weiter.

Es sei eine Schande, dass mehr als zwei Jahre nach dem Ergebnis des Referendums die Unternehmen immer noch nicht in der Lage seien, für die Zukunft richtig zu planen, sagte Enders. “In einer globalen Wirtschaft hat das Vereinigte Königreich nicht mehr die Fähigkeit, es allein zu schaffen. Große Luft- und Raumfahrtprojekte sind multinationale Angelegenheiten.”

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Autor: Dörte Neitzel

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