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Antennenhersteller Kathrein wird schwedisch

Bild: Kathrein

26.02.2019

Antennenhersteller Kathrein wird schwedisch

Der Rosenheimer Hersteller von Mobilfunkantennen Kathrein verkauft seine Kernsparte “Products” mit 4.000 Mitarbeitern an den schwedischen Konzern Ericsson.

Kathrein hat seinen Geschäftsbereich “Products” an den schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson verkauft. Die Abteilung beheimatet die Entwicklung und die Produktion von Mobilfunkantennen. Die Rosenheimer haben also ihr Kerngeschäft verkauft.

Zweiter Bereich, der verkauft wird

Erst kürzlich hatte Kathrein den Bereich Fahrzeugantennen an den Automobilzulieferer Continental verkauft. Unter dem Dach Kathrein verbleiben jetzt nur noch die Bereiche Rundfunktechnik und Satellitenempfang sowie die Spart für AutoID-Lösungen wie zum Beispiel RFID.

Groß geworden ist das Unternehmen durch Sende- und Empfangstechnik – erst im Rundfunk, dann im Kabel- und Satelliten-TV und schließlich im Mobilfunk. Im Bereich Antennen war Kathrein Weltmarktführer. Doch falsches Management ließ das Unternehmen in die roten Zahlen rutschen. Ende 2018 hatten die Rosenheimer bereits rund 500 Stellen gestrichen, weitere 250 sollen wohl noch dazukommen.

Starke Konkurrenz aus China

Wie das Handelsblatt schreibt, erzählen Insider, dass es vor allem die Konkurrenz von Huawei gewesen sei, die Kathrein zu schaffen gemacht habe. Die Chinesen hätten Preisen angeboten, die man unternehmerisch nicht nachahmen könne.

Nun verbleiben noch etwa 350 Mitarbeiter bei Kathrein, zu Hochzeiten waren es weltweit einmal 7.700.

Ericsson braucht Antennen für 5G

Warum Ericsson? Man teile mit Ericsson nicht nur das tiefe Verständnis für Technologie, „sondern auch eine gemeinsame Haltung und Werte“, betont Firmenleiter Anton Kathrein junior.

Mit dem zusätzlichen Fokus auf das Antennengeschäft wolle Ericsson sein Angebot erweitern, um den für die Einführung von 5G erforderlichen Raum an Mobilfunknetzstandorten zu optimieren, sagte der zuständige Bereichsleiter Fredrik Jejdling.

Details zum Kaufpreis gaben beide Unternehmen nicht bekannt. Der Bereich “Products” hatte im vergangenen Jahr rund 270 Millionen Euro erlöst.

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Autor: Dörte Neitzel

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