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Audi: Produktion stockt wegen Streik in Ungarn

Bild: Audi

29.01.2019

Audi: Produktion stockt wegen Streik in Ungarn

Ein Streik im Zulieferwerk im ungarischen Gyór hat die Produktion im Audi-Stammwerk in Ingolstadt lahmgelegt. Zwei Tage lang muss die Autoproduktion nun aussetzen, weil die Motoren fehlen.

Das Audi-Stammwerk in Ingolstadt kann zwei Tage (Montag und Dienstag) keine Autos produzieren. Die mehr als 10.000 Beschäftigten müssen eine Zwangspause einlegen, da ihre Kollegen im ungarischen Zulieferwerk Gyór streiken. Dort werden die notwendigen Motoren gefertigt, die just-in-time nach Deutschland geliefert werden.

In Ingolstadt werden die Modelle der Baureichen A3, A4, A5 und Q2 gebaut.

Lohnangleichung an den Westen

Grund des Streiks in Ungarn, der am vergangenen Donnerstag begann und eine Woche dauern soll, ist die Forderung nach einer Lohnerhöhung. Die ungarischen Mitarbeiter wollen  18 Prozent mehr Lohn durchsetzen. Aktuell erhalten sie laut der IG Metall im Schnitt umgerechnet 1.100 Euro brutto im Monat – allerdings bei nahezu gleichen Lebenshaltungskosten wie in Westeuropa, so die Gewerkschaft.

Die Audi-Mitarbeiter in Ingolstadt, die nicht arbeiten können, erhalten nach Angaben des Konzerns 40 Prozent der Ausfallzeit auf ihren Zeitkonten gutgeschrieben. Ob die Produktion am Mittwoch wieder aufgenommen werden kann, hänge jedoch von den Verhandlungen in Ungarn ab.

Bislang nur Ingolstadt betroffen

In Győr werden Benzin-, Diesel- und neuerdings auch Elektromotoren gebaut – nicht nur für Audi, sondern auch für andere Marken der VW-Gruppe.

Der Lieferausfall der Motoren betrifft zunächst jedoch nur das Ingolstädter Werk. Der Proudktionsstandort in Neckarsulm in Baden-Württemberg ist nach Angaben des Autokonzerns noch nicht betroffen, dort seien noch ausreichend Motoren vorhanden, zumindest bis Mitte der Woche.

Auch in Brüssel, wo Audi den vollelektrischen e-tron baut, sei die Produktion nicht gefährdet.

Update 31.1.2019:

Der Ausstand im Audi-Werk in Ungarn ist beendet, Arbeitgeber und die Gewerkschaft AHFSZ haben laut Audi eine Einigung erzielt. Details wurden nicht bekannt. Doch der Lieferengpass kann für Ingolstadt nicht so schnell aufgeholt werden. Dem Konzern zufolge könnten die Bänder frühestens am Montag wieder anlaufen.

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Autor: Dörte Neitzel

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