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BME-Preis für eLösung geht an Phoenix Contact

Erstellt am 13. März 2019

BME-Preis für eLösung geht an Phoenix Contact

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) hat der Phoenix Contact GmbH & Co. KG den Preis „Excellence in eSolutions 2019“ verliehen. Das Projekt befasste sich mit dem globalen Lieferantenmanagement über mehrere ERP-Systeme hinaus.

Mit dem Preis „Excellence in eSolutions“ würdigt der BME seit 2012 innovative Leistungen von Anwenderunternehmen im Bereich der elektronischen Beschaffung (E-Procurement). Prämiert werden Konzepte, die nachweislich signifikant zur Performance-Steigerung des Einkaufs bzw. zur deutlichen Verbesserung des Unternehmensergebnisses geführt haben.

„Mit der Phoenix Contact GmbH & Co. KG hat ein weiteres Mal ein mittelständischer Betrieb den BME-Award ‚Excellence in eSolutions‘ erhalten. Das Siegerkonzept ist eine Blaupause für ein modernes und zukunftsweisendes Master Data Lieferantenmanagement“, betonte Dr. Silvius Grobosch, BME-Hauptgeschäftsführer und Sprecher der Jury. Der Einsatz einer Standard-Software ermögliche es auch anderen Firmen, von den Vorteilen eines globalen Lieferantenmanagements mit digital harmonisierten Prozessen zu profitieren. Überzeugt habe die Jury zudem, dass Phoenix Contact nicht einfach nur nach Lösungen für die Verbesserung seines strategischen Lieferantenmanagements gesucht habe. Der diesjährige Preisträger sei vielmehr eine enge Kollaboration mit seinen weltweit tätigen Suppliern unter Einbeziehung aller globalen Phoenix Contact-Standorte eingegangen.

„Unser neues, globales Lieferantenmanagement-Konzept hebt unser Einkaufsnetzwerk in der Gruppe auf eine ganz neue Ebene; wir profitieren nicht nur von gestiegener Transparenz für unsere Lead Buyer und strategischen Einkäufer, sondern können auch die Stakeholder der Beschaffungsorganisationen zielgerichtet mit Informationen versorgen. Entsprechend unserer Strategie ist der Ansatz skalierbar, sodass wir weltweit den unterschiedlichen Teilnehmern in unserem Global Purchase Network gerecht werden können und sie auf einer Plattform vernetzen“, sagte Markus Brentano, Vice President Corporate Purchase der Phoenix Contact GmbH & Co. KG.

Siegerkonzept Phoenix Contact GmbH & Co.KG:

Phoenix Contact ist ein Industrieunternehmen in Familienhand mit Sitz in Blomberg/Nordrhein-Westfalen. Das 1923 gegründete Unternehmen ist heute weltweiter Marktführer im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. Phoenix Contact beschäftigt weltweit 17.400 Mitarbeiter (mehr als 8.000 davon in Deutschland) und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz in Höhe von 2,38 Milliarden Euro. Es verfügt über insgesamt elf Produktionsstandorte in Europa und Asien sowie in Nord- und Südamerika. Das Produktspektrum umfassst unter anderem Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung inklusive Wind und Solar, den Geräte- und Maschinenbau sowie den Schaltschrankbau. Für die digitale Transformation entwickelt Phoenix Contact nicht nur spezifische Produkte für Kunden, sondern auch Lösungen für unternehmensinterne Prozesse.

Der Corporate Purchase von Phoenix Contact begann 2014 mit der Errichtung eines globalen Einkaufsnetzwerkes (Global Purchase Network – GPN). Dieser Schritt war notwendig geworden, um die bestehenden dezentralen Organisationsstrukturen in der Beschaffung zu überwinden. Gleichzeitig erforderte die stetig wachsende Zahl an Suppliern ein effizienteres Lieferantenmanagement. Das GPN besteht aus weltweit neun Produktionsstandorten, die insgesamt mehr als 80 Prozent des Einkaufsvolumens bei Phoenix Contact umfassen. Durch den im Juni 2019 abgeschlossenen Roll-out des o.g. Konzeptes im gesamten GPN werden künftig weltweit harmonisierte Lieferantenmanagement-Prozesse, KPIs, Werkzeuge und Strukturen transparent und digital abgebildet. Gleichzeitig kommt eine länderübergreifende Einkaufsguideline zum Einsatz. Damit verfügt das Einkäuferteam und der Corporate Purchase heute – auch dank einer ausgefeilten Software – über ein weltweites SRM. Es lässt nicht nur den Informationsaustausch und Datentransfer zwischen den Einkäufern der verschiedenen Standorte zu, sondern bietet auch den Lieferanten die Möglichkeit, schnell und unkompliziert mit Phoenix Contact zu kommunizieren. Zudem wurde der Konflikt zwischen der globalen Transparenz und der lokalen Dynamik im Lieferantenmanagement gelöst.

GPN im Corporate Purchase bringt konkrete Ergebnisse:

Erfüllung der Stakeholder-Anforderungen:

  • mithilfe einer Lieferantenmanagement-Software können künftig 100 global verteilte strategische Einkäufer auf die Daten von mehr als 10.000 Lieferanten zurückgreifen (bisher ist das Verhältnis 35 Einkäufer zu 5.000 Lieferanten)
  • Wissenstransfer durch Bereitstellung von Lieferantenfähigkeits-Ergebnissen für sämtliche interne Interessengruppen
  • weg von analogen Boardmitteln wie Word und Excel – hin zu digital verwendeten Vorlagen inklusive automatischer Bewertung und Auswertbarkeit

Global harmonisierte Prozesse:

  • weltweiter, einheitlicher Qualifizierungsprozess der Lieferanten jetzt möglich (bisher: standortdefinierte Qualifizierung)
  • digitale Qualifizierungsdokumente und Dokumentenarchiv jetzt verfügbar (bisher: lokale Ablage)
  • hoher Grad an Usability und Systemakzeptanz durch Direktabsprünge in Subsysteme

Eineindeutige Lieferantenstammdaten:

    • Vermeiden von Dateninkonsistenz durch automatisierte Systemverknüpfung
    • Einsatz von Stammdatenmanagement-System (= Data Hub) zur Systemverknüpfung verschiedener ERP-Systeme
    • ein strategischer Einkäufer ist jetzt für jeweils einen Lieferanten verantwortlich (bisher: bis zu fünf Verantwortliche je Lieferant)

    Ein kontinuierliches Change Management über verschiedenste Kommunikationskanäle und -methoden ist ein weiterer Schlüsselfaktor für den weitreichenden Erfolg des beschriebenen Konzeptes.


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