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BMW, BASF und Samsung starten Projekt für nachhaltigen Abbau von Kobalt

Bild: digidreamgrafix/Adobestock

04.12.2018

BMW, BASF und Samsung starten Projekt für nachhaltigen Abbau von Kobalt

BMW, BASF und Samsung haben ein Pilotprojekt im Kongo gestartet. Die Unternehmen haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt,  zu erproben, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau verbessern lassen.

Das Projekt von BMW, BASF, Samsung SDI und Samsung Electronics konzentriert sich auf eine Pilot-Mine, in der Kobalt mit nicht-industriellen Methoden abgebaut wird. Die Projektpartner werden nicht Betreiber dieser Mine sein.

Arbeits- und Lebensbedingungen in Kobalt-Mine verbessern

Schwerpunkt dieses rein privat finanzierten Pilotprojekts ist es, erste Ansätze zu erproben, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiter sowie umliegender Gemeinden verbessern. Ist das Projekt erfolgreich, können diese Ansätze langfristig auf weitere nicht-industrielle Minen übertragen werden.

Kobalt ist ein Schlüsselelement für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie. Die weltweit größten bekannten Reserven dieses Rohstoffes befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo. Zu 80 bis 85 Prozent erfolgt die Kobalt-Förderung im Kongo industriell, 15 bis 20 Prozent des Abbaus erfolgen mit nicht-industriellen Methoden.

Die größte Herausforderung ist es, die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards beim nicht-industriellen Abbau von Kobalt sicherzustellen.

Branchenübergreifendes Projekt

Zum ersten Mal haben sich Partner aus der Automobil-, Chemie- und Elektronikbranche zusammengefunden, um mit einem konkreten Projekt den Problemen bei der Kobalt-Förderung in der Demokratischen Republik Kongo zu begegnen.

Das Pilotprojekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie der GIZ und der BMW Group. In die Projektplanung sind unter anderem Erkenntnisse aus Besuchen vor Ort, Interviews mit Stakeholdern sowie Umfragen unter Minenarbeitern und Anwohnern eingeflossen.

Das Projekt soll langfristig auch dazu beitragen, die Ziele weltweiter Initiativen zur Förderung von nachhaltigen Lieferketten zu unterstützen, beispielsweise der Global Battery Alliance (GBA).

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Autor: Dörte Neitzel

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