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Brände machen die meisten Schäden in der Industrie aus

Bild: Pixabay

13.12.2018

Brände machen die höchsten Schäden in der Industrie aus

Deutsche Unternehmen fürchten sich zwar vor Cyberattacken. Allerdings haben die größten Schäden in der Industrie seit Jahren ganz andere Ursachen, wie der neue „Global Claims Review“ der Allianz zeigt.

Die Angst vor Cyberangriffen steigt, in Wirklichkeit aber werden die Unternehmen weniger von Hackern als von technischen Mängeln und menschlichem Versagen bedroht. Knapp 90 Prozent aller Schadensfälle seien darauf zurückzuführen, zeit „Global Claims Review 2018“ von Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS). Dafür hatte der Industrieversicherer über 470.000 Schadensfälle der letzten fünf Jahre untersucht.

Brände verursachen die meisten Schäden in der Industrie

Das Ergebnis der Studie: 75 Prozent der Schadenssummen lassen sich auf zehn Ursachen zurückführen.

Die teuerste Schadensursache: Feuer und Explosionen.  Sie machten in den Jahren 2013 bis 2018 rund 24 Prozent aller Schäden aus. Rund 14 Milliarden Euro wurden dafür fällig. Prominente Besipiele sind etwa die Explosionen bei BASF vor zwei Jahren oder bei Bayernoil im September 2018. Der durchschnittliche Schadensfall beträgt laut Studie fast 1,5 Millionen Euro. Global gesehen treten Feuer und Explosionen am häufigsten in Kanada, den USA, Deutschland, Großbritannien und China auf.

Platz zwei belegen Flugzeugabstürze mit 14 Prozent der Schadenssumme. Hier sind besonders Australien und Spanien betroffen.

Auf dem dritten Platz der teuersten Schadensfälle folgen fehlerhafte Ausführungen/Instandhaltung mit immerhin 8 Prozent Anteil an der Gesamtschadenssumme. Darunter fallen zum Beispiel der Einsturz von Häusern oder Brücken nach Pfusch am Bau, eingestürzte Gerüste und Schäden durch Baumaterialien, aber auch Falschbehandlungen von Ärzten. Regional stechen hier besonders Brasilien, Südafrika und Singapur hervor. Bei der reinen Anzahl der Versicherungsansprüche liegt diese Ursache sogar auf Platz 2 mit 7 Prozent der Schadensfälle.

Schadenssummen steigen seit Jahren

Der weltweite Wert aller Schadensfälle belief sich im Untersuchungszeitraum auf 58 Milliarden Euro. Der Grund für die steigenden Schadenssummen liegt auch in der vernetzten und globalisierten Wirtschaft. Ein Brand in einem lager verursacht nicht nur Schäden vor Ort, sondern hat immer auch Auswirkungen auf die weitere Lieferkette. Daher kostete ein Schadensfall durch Brand den Versicherer im Schnitt 1,5 Millionen Euro. Rechnet man die weiteren Brandfolgen dazu, zu denen etwa Betriebsunterbrechungen zählen, kommen weitere Millionen hinzu.

Vernetzung der Produktion hält Schadensfälle eher ab

Neue Technologien vermindern das Eintreten von Schäden immer häufiger. Sie warnen früher, da Überwachungssysteme vernetzt sind und Prozesse in Echtzeit überwachen.

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Autor: Dörte Neitzel

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