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Brexit: Nissan baut neuen SUV in Japan statt in England

Bild: Nissan

04.02.2019

Brexit: Nissan baut neuen SUV in Japan statt in England

Der bislang noch nicht geregelte Brexit lässt Unternehmen weiter im Ungewissen. Nissan hat nun entschieden, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt in Japan statt England zu bauen.

Der japanische Automobilhersteller Nissan will die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt in Japan statt in England produzieren. Nissan teilte am Sonntag mit, man wolle den neuen X-Trail im Werk Kyushu bauen. Zwar begründete Nissan-Europa-Chef deFicchy die Entscheidung nicht direkt mit dem Brexit, trotzdem ist es eine Entscheidung mit Symbolcharakter.

Früheren Pländen zufolge sollte das Modell im Werk Sunderland im Nordosten Englands gebaut werden. Andere Nissan-Planungen für Sunderland – die Produktion der nächsten Generationen des Juke und des Qashqai – seien von dieser Entscheidung nicht betroffen, so das Unternehmen.

Verlegung aus betrieblichen Gründen

“Da der X-Trail bereits in Japan gefertigt wird, können wir unsere Investitionskosten verringern”, sagte Nissans Europa-Chef Gianluca de Ficchy. Die Belegschaft in Sunderland genieße weiterhin volles Vertrauen. “Während wir diese Entscheidung aus betrieblichen Gründen getroffen haben, hilft die fortwährende Unsicherheit rund um das künftige Verhältnis des Vereinigten Königreiches zur EU Unternehmen wie unserem nicht bei der Zukunftsplanung”, sagte er mit Blick auf den Brexit.

In seinem Werk in Sunderland beschäftigt Nissan rund 6.700 Mitarbeiter, die pro Jahr 440.000 Fahrzeuge herstellen. Allerdings votierte die Mehrzahl der Wähler in Sunderland für den Brexit.

Labour-Abgeordnete kommentiert

Die Abgeordnete Julie Elliott von der oppositionellen Labour-Partei machte den Brexit für die Entscheidung von Nissan verantwortlich. “Wir können die unvermeidliche Rolle nicht leugnen, die der Brexit hier spielt. Die andauernde Ungewissheit, die chaotische Regierung. Nichts davon ist hilfreich, um zu Unternehmensinvestitionen in diesem Land zu ermutigen”, schrieb sie.

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Autor: Dörte Neitzel

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