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Brexit soll 100.000 deutsche Jobs gefährden

Foto: Melinda Nagy/Fotolia.de

11.02.2019

Brexit soll 100.000 deutsche Jobs gefährden

Ein ungeordneter Brexit gefährdet laut einer Studie 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Besonders betroffen wäre demnach die Automobilindustrie, unter anderem VW in Wolfsburg und BMW in Dingolfing.

Eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kommt zu dem Schluss, dass in Deutschland im Fall eines ungeordneten Brexit rund 100.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Die Welt hatte als erstes über die Studie berichtet. “In keinem anderen Staat ist der Effekt auf die Gesamtbeschäftigung so groß wie in Deutschland”, sagte einer der Studienautoren, Oliver Holtemöller, der Zeitung.

Zölle verringern Einkäufe in Deutschland

Als Exportnation ist Deutschland auf Einkäufe anderer Staaten angewiesen. Doch nach einem ungeregelten Brexit würden wieder Zölle auf Importe nach Großbritannien erhoben, das macht die Waren teurer – sie werden weniger nachgefragt. Das wiederum hat Auswirkungen auf Arbeitsplätze.

Die Simulation der Wissenschaftler erfasse nur Jobeffekte, die auf den daraus folgenden Exporteinbruch zurückzuführen seien. Wie andere Forscher gehen sie davon aus, dass die britischen Importe aus der Europäischen Union nach einem Austritt ohne Vertrag um 25 Prozent einbrechen werden. Weitere Brexit-Gefahren für den Arbeitsmarkt, etwa sinkende Investitionsbereitschaft, bildeten die Zahlen nicht ab.

Regionen Wolfsburg und Dingolfing stark betroffen

In Deutschland sei demnach von einem Exportrückgang vor allem die Autoindustrie betroffen. Gefahren sehen die Wissenschaftler vor allem für Landkreise in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Die größten Auswirkungen gäbe es, gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten, am VW-Standort Wolfsburg und am BMW-Standort Dingolfing-Landau in Niederbayern. Für Wolfsburg haben die Forscher ausgerechnet, dass potenziell 500 Arbeitnehmer betroffen seien, für Dingolfing-Landau sind es 265. In beiden Fällen entspräche das rund 0,4 Prozent der gesamten Beschäftigten.

Weltweit 612.000 Jobs in Gefahr

Den Forschern zufolge ist Deutschland das am stärksten betroffene Land, doch auch Frankreichs Arbeitsmarkt ist durch einen ungeregelten Brexit stark bedroht. Hier wackeln fast 50.000 Arbeitsplätze – damit ist das Land in der EU am zweitstärksten betroffe. In China seien es knapp 59.000.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung seien die Auswirkungen in Malta und Irland am größten. Weltweit gehe es den Berechnungen zufolge um 612.000 Menschen, die nach einem ungeregelten Brexit ihren Job verlieren könnten.

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Autor: Dörte Neitzel

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