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China beschränkt Einkauf von Kupferschrott

Bild: Pixabay/disign

26.06.2019

China beschränkt Einkauf von Kupferschrott

Nach Angaben des Bureau of International Recycling wird China im gesamten dritten Quartal 2019 den Einkauf von nur noch 240.429 Tonnen Kupferschrotten genehmigen.

Das Bureau of Internatinal Recycling (BIR) bezieht sich dabei auf eine offizielle Liste des Solid Waste and Chemical Management Center des chinesischen Umweltschutzministeriums. Das berichtet der Informationsdienst für die Recyclingbranche EUWID.

40 Prozent weniger Einkäufe gestattet

Diese aktuelle Bekanntmachung vom 20. Juni  2019 gibt nun die Menge an hochqualitativen Kupferschrotten an, die in das Land eingeführt werden dürfen.Diese sollen zwischen Juli und September maximal 240.429 Tonnen betragen. Bis Juli waren Chinas Kupferschrottimporte der Kategorie 6 dagegen nicht an Einfuhrquoten gebunden.

Zum Vergleich: Im Jahr 2018 importierte China nach Zollangaben insgesamt 2,4 MillionenTonnen Kupferschrotte, was einem vierteljährlichen Durchschnitt von etwa 600.000 Tonnen entspricht. Damit würde die neue Importmenge an Kupferschrotten drastisch um rund 40 Prozent sinken.

Das Gesamtvolumen aller zugelassenen NE-Schrottimporte Chinas für das dritte Quartal 2019 liegt laut EUWID bei knapp 310.000 Tonnen.

Schrottimporteure brauchen Lizenz

Wie die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) berichtet, müssen ab Juli zudem alle chinesischen Schrottimporteure über eine Lizenz verfügen, um Schrotte der Kat. 6 zu importieren.

Für diese Lizenz müssen sie nachweisen, dass sie die geforderten Umweltstandards zum Lagern und Verarbeiten von Metallschrotten erfüllen und in den letzten zwei Jahren nicht gegen Umweltauflagen verstoßen haben.

Importverbot für Kategorie-7-Schrotte

Seit Januar dieses Jahres verhängte China ein Importverbot auf Aluminium- und Kupferschrotte der Kategorie 7. Unter diese Kategorie fallen unter anderem isolierte Kabel und Drähte bzw. unsortierte Kupferschrotte. So sind die Schrottimportmengen für diese Metalle in den ersten vier Monaten 2019 um weitere 20 bzw. 30 Prozent zurückgegangen.

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Autor: Dörte Neitzel

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