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Das sind die häufigsten Kündigungsgründe

Bild: Gina Sanders/AdobeStock

18.04.2019

Das sind die häufigsten Kündigungsgründe

Kündigt ein Mitarbeiter, wird das fürs Unternehmen richtig teuer. Dabei könnten Firmen einiges dafür tun, ihre Fachkräfte zu halten. Dies sind die häufigsten Kündigungsgründe von Angestellten.

Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower denkt jeder zweite Arbeitnehmer über einen Jobwechsel nach. Fatal für Unternehmen, denn eine Kündigung kostet laut National Business Research Institute bis zu 150 Prozent des jeweiligen Mitarbeitergehalts. Darin  eingerechnet sind die Kosten für die Stellenausschreibung, die Beauftragung eines Headhunters, der Aufwand für Bewerbungsgespräche und die Erstattung der Reisekosten der Anwärter. Hinzu kommt natürlich noch die Zeit der Einarbeitung, in der der oder die Neue die  Abläufe, Prozesse, Kollegen und Chefs kennenlernt. Und nicht zuletzt leidet die Arbeitsatmosphäre.

Gründe also genug, um sich vorher Gedanken zu machen und gegenzusteuern.  Das kann aber nur der, der die Kündigungsgründe kennt. Diese hat die Personalberatung von Rundstedt hat in ihrer Talent & Trends-Befragung herausgefunden.

#1: Kein Ausgleich für Überstunden

Unternehmen, in denen die Mitarbeiter viele Überstunden anhäufen und dafür keinen Ausgleich in Form von Geld oder Freizeit bekommen, stehen besonders schlecht dar in der Gunst der Mitarbeiter. 68 Prozent der Befragten sehen Überstunden, die nicht ausgeglichen werden, als Kündigungsgrund an.

#2: Schlechtes Arbeitsklima

Man muss ja nicht gleich jeden Abend mit den Kollegen beim Bierchen zusammenhocken, aber ein schlechtes Arbeitsklima ist immerhin für 65 Prozent der Befragten ein Kündigungsgrund.  Spannungen und Konflikte unter Mitarbeitern sind der zweithäufigste Grund, den Arbeitgeber zu wechseln.

#3: Hoher Leistungsdruck und ständiger Stress

Stress und hoher Leistungsdruck – zumal dauerhaft –  wirken sich ebenfalls negativ auf die Mitarbeiterbindung aus. Gut 60 Prozent der Befragten würden kündigen, wenn sie merken, dass Zeitpläne und Terminvorgaben dauerhaftzu eng gesetzt werden.

#4: Mangelhafte Fehlerkultur

Wer patzt, wird bestraft. Wenn Unternehmen nach diesem Motto verfahren, mangelt es gravierend an einer guten Fehlerkultur. Können Mitarbeiter ihre Fehler nicht eingestehen und daraus lernen, ist das mittlerweile für knapp 58 Prozent der Befragten ein möglicher Kündigungsgrund.

#5: Fehlende Anreize

Fehlende Weiterbildungs- und Karrierechancen bzw. keine Gehaltserhöhungen sind ebenfalls ein hohes Risiko für Arbeitnehmerkündigungen. Rund 54 Prozent würden den Arbeitgeber wechseln, wenn solche Leistungsanreize fehlen.

#6: Strenge Hierarchie

Sind Unternehmen streng hierarchisch organisiert und die Entscheidungswege umständlich, wirkt sich dies ebenfalls nicht attraktiv auf Arbeitnehmer. Laut der Talent & Trends-Befragung würden sich aus diesem Grund rund 51 Prozent der Befragt en einen neuen Arbeitsplatz suchen.

#7: Keine Eigenverantwortung

Mitarbeiter, die Aufgaben lediglich zugewiesen bekommen und wenig Handlungs- und Entscheidungsspielräume haben, sind tendenziell unzufriedener im Job. Daher ist mangelnde Eigenverantwortung auch für knapp 50 Prozent ein Kündigungsgrund.

#8: Fehlende Mitarbeiterförderung

Geizt das Unternehmen mit Weiterbildungsmaßnahmen, kommt das bei 43 Prozent der Befragten so schlecht an, dass sie wegen mangelnder Mitarbeiterförderung kündigen würden.

#9: Schlechte Reputation

Ein schlechter Ruf des Unternehmen kann durchaus ein Kündigungsgrund sein. Etwa 42 Prozent der Befragten würden aus dem Grund ihre Kündigung einreichen.

#10: Keine flexiblen Arbeitsmodelle

Fehlen flexible Arbeitsmodelle wie Gleit- und Teilzeitarbeit, Home Office oder auch Sabbaticals, wäre dies für 38 Prozent der Umfrageteilnehmer ein Grund, ihr Arbeitsverhältnis zu beenden.

#11: Keine Incentives

Ein (gutes) Gehalt allein ist nicht alles: Bietet der Arbeitgeber sonst keine “Goodies” wie ein Jobticket, ein Dienstfahrrad oder Sportangebote, würden deswegen knapp 22 Prozent die Kündigung in Betracht ziehen.

Hochschulabsolventen kündigen schneller

Laut der von Rundstedt-Umfrage ist die Kündigungsbereitschaft von Hochschulabsolventen besonders hoch. Rund 74 Prozent der befragten Akademiker würden kündigen, wenn der Arbeitgeber Überstunden nicht ausgleicht. Für 72 Prozent wäre eine negative Stimmung am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund.

66 Prozent der befragten Hochschulabsolventen würden das Unternehmen wegen einer schlechten Feedback-Kultur verlassen. Außerdem ist den Akademikern eigenverantwortliches Handeln sehr wichtig. Demnach wäre es für 63 Prozent ein Grund, zu kündigen, wenn sie keinen Entscheidungsspielraum hätten.

 

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Autor: Dörte Neitzel

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