Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie wächst weiter

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie wächst weiter

08.11.2016

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie wächst weiter

Im dritten Quartal 2016 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent.

Die Inlandsbestellungen sanken um 14 Prozent, während die Auslandsnachfrage um 22 Prozent stieg. In den ersten neun Monaten 2016 zog der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mit 11 Prozent an. Die Inlandsbestellungen stiegen leicht um 2 Prozent. Unterdessen verzeichnet die Auslandsnachfrage ein Plus von 16 Prozent.

Im Euroraum stützen weiterhin die südeuropäischen Märkte Italien, Spanien und Frankreich die positive Auftragsentwicklung. Außerhalb Europas entwickeln sich die Bestellungen aus den USA besonders stark. Grund hierfür ist insbesondere die gestiegene Auftragslage aus der US-amerikanischen Automobilindustrie.

Zerspanung und Umformung

Bei genauerer Betrachtung verzeichnet das dritte Quartal bei der Zerspanung ein Plus von 7 Prozent und bei der Umformtechnik einen Anstieg von 10 Prozent. Während sich in beiden Technologien die Bestellungen aus dem Ausland recht gleichmäßig zweistellig nach oben entwickeln, muss die Zerspanung in den Monaten Juli bis September bei den Inlandsorders ein Minus von 23 Prozent verkraften. Für die ersten neun Monate zeigt sich bei den Bestellungen ein ähnliches Bild: Insgesamt plus 12 Prozent, während das Inlandsgeschäft mit 7 Prozent rückläufig ist. Das Ausland kann unterdessen mit einem Plus von 22 Prozent aufwarten.

In der Umformung zeigt sich bei den Bestellungen aus dem In- und Ausland ein ausgeglichenes Bild. Dabei entwickeln sich die Orders aus dem Ausland (plus 11 Prozent) fast im Gleichklang mit denen aus dem Inland (plus 10 Prozent). In den ersten neun Monaten 2016 stützt sich der Gesamtzuwachs von 9 Prozent in der Umformtechnik stark auf die inländischen Bestellungen mit einem Plus von 24 Prozent. Maßgeblich verantwortlich für diesen massiven Anstieg ist das großangelegte Projektgeschäft im Bereich der Pressen für die deutsche Automobilindustrie. Im gleichen Zeitraum konnte das Ausland nur ein leichtes Auftragsplus von 1 Prozent verbuchen.

Keine Großaufträge

„Anders als in den Vormonaten wird die Entwicklung im dritten Quartal 2016 nicht durch Großaufträge bestimmt. Vielmehr ergibt sich ein ausgeglichenes Bild über die verschiedenen Produktbereiche hinweg, die sich am Weltmarkt erfolgreich behaupten“, sagt Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist zu Jahresmitte von 86,6 auf 90,2 Prozent im Oktober 2016 gestiegen. „Das ist ein Indiz dafür, dass sich die Branche trotz konjunktureller Schwankungen auf solidem Wachstumskurs befindet“, so das abschließende Fazit des VDW-Geschäftsführers.

Bild: Volkswagen

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Autor: Dörte Neitzel

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