Anzeige
Anzeige
Deutsches Konsortium fördert Lithiumhydroxid in Bolivien

Bild: Gerd Mischler

04.12.2018

Deutsches Konsortium fördert Lithium in Bolivien

Ein deutsches Konsortium aus den Firmen ACI-Systems und K-Utec hat mit Bolivien eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Lithium abzubauen. Gefördert werden soll das Lithium aus dem Salzsee Salar de Uyuni.

Einen entsprechenden Partnerschaftsvertrag haben die in Baden-Württemberg ansässige ACI-Systems und die thüringische K-Utec mit dem bolivischen Staatsunternehmen YBL geschlossen. Das Joint Venture wird im Dezember offiziell ins Leben gerufen. Es soll den Abbau des Leichtmetalls Lithium koordinieren, das bei der Herstellung von Batterien für Elektroautos eine Schlüsselrolle spielt.

Lithium aus dem See

Der Salar de Uyuni liegt in den Anden im Südwesten Boliviens und soll eines der größten Lithium-Vorkommen der Welt beherbergen. Beim Aufbau einer Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt setzt das Land auf Investitionen und Know-how aus dem Ausland. Das Staatsunternehmen YLB (Yacimientos de Litio Bolivianos) wure eigens zur Gewinnung, Nutzung und Vermarktung des Rohstoffs gegründet.

Das Megaprojekt soll die bolivianische Industrie voranbringen, indem die Rohstoffe aus der sogenannten Restsole nicht nur vor Ort gewonnen werde, sondern auch Fertigungskapazitäten aufgebaut und Kathodenmaterial sowie Batteriesysteme im Land selbst hergestellt werden.

Acht Konsortien als Bewerber

Zur Umsetzung dieses Vorhabens hatten acht Konsortien Vorschläge eingereicht, aus denen nun der des deutschen Duos als Gewinner hervorgegangen ist. Ausschlaggebend seien die fachliche Kompetenz und der ganzheitliche Ansatz gewesen, so ACI-Systems. So werden neben Lithiumhydroxid auch Kaliumsulfat, Magnesiumhydroxid und Natriumsulfat aus der Restsole gewonnen, verarbeitet und vermarket.

Außerdem überzeugten die Deutschen mit ihrem Qualifizierungsansatz für bolivianische Mitarbeiter (Stichwort: Know-how-Transfer) und ihrer Berücksichtigung von Umweltaspekten, u.a. sollen regenerative Energien genutzt und eine dezentrale Stromversorgung aufgebaut werden.

Zugriff auf begehrten Rohstoff

„Durch den Aufbau dieser bolivianisch-deutschen Partnerschaft erhält auch Deutschland Zugriff auf den begehrten Rohstoff. Die Entscheidung ist dadurch auch für Deutschland beziehungsweise Europa von strategischer Bedeutung“, heißt es in einer Mitteilung von ACI-Systems. Das Unternehmen ist Mitglied der ACI Group, dieRohstoffen und Materialien zur Anwendung in Photovoltaik- und Batteriesystemen gewinnt.

Die K-Utec aus Sondershausen berät Unternehmen aus der salzgewinnenden und -verarbeitenden Industrie auf Projektbasis und untersützt sie bei der Planung.

Im nächsten Schritt wollen die Beteiligten ein öffentlich-privates Joint Ventures planen, an dem das Staatsunternehmen 51 Prozent halten wird. Zu den Aufgaben des deuschen Partners gehört unter anderem die finale Auswahl der Technologie- und Realisierungspartner sowie der Bau der erforderlichen Produktionslinien.

Lesen Sie auch:

Autor: Dörte Neitzel

DruckenDrucken


 





Anzeige