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Drehteilehersteller erwarten sehr gute Geschäfte

Drehteilehersteller erwarten sehr gute Geschäfte

28.03.2017

Drehteilehersteller erwarten sehr gute Geschäfte

Für die kommenden sechs Monate bewerten die Zulieferbetriebe ihre geschäftlichen Aussichten als gut bis sehr gut. Ursache dafür ist der aktuell um 4,3% deutlich gestiegene Auftragseingang.

Das Auftragspolster der Unternehmen reicht derzeit über die nächsten 28,2 Wochen. Einhergehend geben 94 % der Drehteilehersteller an, dass sie gut bis sehr gut ausgelastet sind.

Weniger Personal benötigt

Allerdings ist im vergangenen Jahr der Personalbedarf weniger geworden. Beim Personalstand gab es im Jahr 2016 einen Rückgang um 1%. Derzeit planen nur noch 24% der Umfrageteilnehmer, ihr Personal weiter aufstocken zu wollen – gegenüber noch 43% im Jahr 2015.

Steigende Personal- und Rohstoffkosten

Allerdings sehen sich die vorwiegend mittelständischen Zulieferbetriebe mit steigenden Kosten konfrontiert. Dies betrifft zum einen das Personal: Der Anteil der Personalkosten am Umsatz nahm von 33 über 34 auf nunmehr knapp 35 Prozent in den letzten drei Jahren zu.
Zum anderen hat sich Rohmaterial in den zurückliegenden fünf Monaten überdurchschnittlich verteuert. Beispielsweise kostete Warmbreitband (Blech) Ende Januar 2017 beinahe doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Ebenso stiegen die Kosten für Warmbandstahl und Walzdraht um 15 bis 25%. Ursachen sehen Experten vor allem in der weltweit deutlichen Verteuerung grundlegender Rohstoffe – Kohle, Koks, Eisenerz.

Deutsche Verarbeiter sind bei deren Beschaffung auf Einfuhren angewiesen, es gibt keine Alternativen. Zusätzlich ergeben sich daraus sehr lange, schwierig kalkulierbare Beschaffungszeiten.

Investitionen werden weniger

Allerdings halten sich die Zulieferer bei Investitionen bislang zurück. Wie die Umfrageteilnehmer angeben, investieren sie derzeit nur wenig mehr als 7% vom Umsatz gegenüber knapp 10% im Jahr 2015 und noch 9% in 2016. Bezogen auf die Investitionssumme pro Mitarbeiter bedeutet dies einen Rückgang um knapp 21% im Vergleich zu den Vorjahren. Konkret werden nur noch etwa 10.000 Euro pro Mitarbeiter gegenüber mehr als 13.000 Euro pro Mitarbeiter im Jahr 2015 investiert.

Bild: FMI

Autor: Dörte Neitzel

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