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Drohnen und Roboter: Die Zukunft der Logistik

29.11.2016

Drohnen und Roboter: Die Zukunft der Logistik

Eine Studie sagt: Die Auslieferungsdrohne wird eher ein Nischendasein führen, aber fahrende Zustellroboter gehören in wenigen Jahren zum Alltag.

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat Erwartungen der Endkunden, gesetzliche und räumliche Rahmenbedingungen sowie technische Trends und deren Auswirkungen untersucht. „Same day delivery“ ist Standard, „same hour delivery“ der Trend. Vor allem in dichtbesiedelten Zentren muss sich die „letzte Meile“ verkürzen und intelligenter werden. Ohne kürzere Logistikwege sind diese Anforderungen nicht zu realisieren – lokale Distributionszentren werden daher näher zum Kunden rücken und dezentraler organisiert sein müssen.

Autonome Auslieferungsroboter – Drohnen nur in Ausnahmefällen

Mit bis zu 400 Millionen Paketzustellungen rechnen die Forscher deutschlandweit bis 2030. Dem autonomen Fahren schreibt die Studie daher eine wichtige Rolle zu – ohne, dass der Zusteller überflüssig wird. Seine Aufgaben ändern sich, etwa wenn ihm das Transportfahrzeug auf seinem Weg von Haus zu Haus automatisch folgt.

In ländlichen Gebieten können autonome Zustellfahrzeuge den hohen Kostendruck mindern, der durch den zunehmenden Fahrermangel immer mehr auf den Logistikdienstleistern lastet. Auch in Städten können bodengebundene Transportroboter auf der letzten Meile eingesetzt werden. Elektrische Antriebe ermöglichen die Nutzung der Nachtstunden für saubere und leise Transporte auf der letzten Meile.

Transportdrohnen werden dagegen aufgrund von Sicherheitsrisiken kaum über ein Nischendasein hinaus kommen.

Algorithmen und 3D-Druck

Intelligente Algorithmen können in Zukunft frühzeitig Bestellungen und Transportanforderungen antizipieren – im Idealfall befindet sich die Ware bereits während der Bestellung in unmittelbarer Nähe des Kunden. Das Wissen über Sendungen und deren Empfänger hilft, Transporte flexibel und zugleich effizient zu gestalten.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass neue Technologien, die innovative Transportformen ermöglichen oder Transporte sogar überflüssig machen, für die größten Veränderungsimpulse sorgen. So wird sich der 3D-Druck weiter durchsetzen. Viele Güter können mittels additiver Verfahren vor Ort hergestellt werden und vermeiden so zeitkritische Transportwege. 3D-Druckläden analog der Copy-Shops in Zeiten, in denen noch nicht in jedem Haushalt ein kopierfähiger Tintenstrahldrucker stand, könnten hier ein Weg sein.

Die vollständige Studie steht zum Download bereit unter: www.zf-zukunftsstudie.de

Bild: ZF

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Autor: Dörte Neitzel

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