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Einkäufer beim verhandeln

Bild: PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT/AdobeStock

22.08.2019

Einkäufer wollen sich Verhandlungsverluste zurückholen

40 Prozent der mittelständischen Einkäufer wollen sich die Verhandlungsverluste der letzten Jahre von ihren Lieferanten zurückholen. Insbesondere in den Bereichen Stahlprodukte, Stahl, Chemikalien und Kunststoffe.

Für Einkäufer drehen sich die Verkäufermärkte immer stärker zu Einkäufermärkten. Allerdings fehlt Dreiviertel der Befragten oft die Zeit und Manpower für Verhandlungen.

Dies sind die Ergebnisse einer stichprobeartigen Umfrage von den Einkaufsspezialisten der Kloepfel Group. Befragt wurden im Juli und August 186 Einkaufsmanager deutscher Mittelständler vorwiegend aus dem produzierenden Gewerbe.

Auftragsrückgänge gefährden nicht Existenz

Branchenübergreifend geben nur sieben Prozent der Befragten an, dass Auftragsrückgänge die Existenz ihres Unternehmens gefährden. Die Mehrheit davon sind exportierende Unternehmen aus den Bereichen Automotive und Maschinenbau. Diese sind beispielsweise direkt oder indirekt von Handelskonflikten betroffen.

Jeder zweite Teilnehmer gibt an, dass sich die Auftragsrückgänge noch in Grenzen halten. Auch hier finden sich viele exportierende Unternehmen. Bei jedem siebten Teilnehmer steigen die Aufträge sogar. Jeder vierte Befragte sagt, dass die Auftragslage seines Unternehmens sich nicht verändert hat.

Verkäufermärkte werden zu Einkäufermärkten

Rund 60 Prozent der Einkäufer sehen derzeit noch keine Möglichkeiten, Verträge aufgrund der schwächeren Konjunktur neu verhandeln zu können. Dem gegenüber stehen allerdings knapp 40 Prozent aller Teilnehmer, die anderer Auffassung sind.

Sie gaben bei der Umfrage der Kloepfel Group an, dass man heute schon aufgrund der schwächeren Konjunktur Preise und Konditionen neu verhandeln kann. Diese Teilnehmer trumpfen in Verhandlungen mit den sinkenden Rohstoffpreisen auf. Dies betrifft besonders die Rohstoffe aus den Bereichen Stahl, Chemie und Kunststoffe.

Hohe Einsparungen im indirekten Einkauf

Zudem sehen die Experten der Kloepfel Group im indirekten Einkauf sehr große Chancen für Einkäufer, um mit zweistellige Einsparungen zu erreichen.

Marc Kloepfel, CEO der Kloepfel Group, erklärt: „Einsparungen in Höhe von fünf bis 15 Prozent finden wir vor allem beim indirekten Einkauf, da dieser oft kaum beachtet wird. Die Einkaufsabteilungen sind meist durch die zentralen Beschaffungsgüter so stark ausgelastet, dass die Gemeinkosten ungeprüft bleiben.“

Einkäufern fehlt Zeit für Verhandlungen

Eine weitere wichtige Frage war, ob die Einkäufer überhaupt genug Manpower zum Verhandeln haben. Hier gibt nur jede vierte Einkaufsmanager an, dass ihm dafür ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Dreiviertel aller Befragten hingegen wünschen sich mehr Manpower, um sich für Verhandlungen mehr Zeit nehmen zu können.

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Autor: Dörte Neitzel

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