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Thyssen Krupp Headquarter

Bild: Thyssen Krupp

12.06.2019

EU verbietet Stahlfusion von Thyssen Krupp und Tata

Brüssel hat wie erwartet entschieden: Thyssen Krupp und der indische Stahlkonzern Tata dürfen nicht verschmelzen. Die Marktmacht wäre zu groß und würde steigende Stahlpreise nach sich ziehen.

Die EU-Wettbewerbshüter haben die Stahlfusion von ThyssenKrupp und dem indischen Tata-Konzern wie erwartet untersagt. Wie die EU-Kommission mitteilte, hätte der Zusammenschluss ohne Änderungen “eine Einschränkung des Wettbewerbs und einen Anstieg der Preise bestimmter Stahlsorten” zulasten von Unternehmen und Verbrauchern bewirkt. Die Stahlhersteller hätten jedoch “keine geeigneten Abhilfemaßnahmen angeboten, um die Bedenken der Kommission auszuräumen”.

Die Konzerne hatten die Absprachen schon im Mai abgebrochen, da sich dieses Ergebnis abgezeichnet hatte. Der Essener Konzern Thyssenkrupp hatte das Vorhaben eines Stahl-Joint-Ventures mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel jahrelang verfolgt und seine Konzernstrategie darauf ausgerichtet. Damit sollte ein Gegengewicht zu günstigem Stahl aus China geschaffen werden. Entsprechend gravierend könnten jetzt die Auswirkungen sein: Der Konzern kündigte den Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen an – auch wenn das Management sich verpflichtet, dies so weit wie möglich ohne Kündigungen abbauen zu wollen.

 

Autor: Kathrin Irmer

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