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Freihandelsabkommen EU und Mercosur beschlossen

Bild: Oleksii/AdobeStock

01.07.2019

Freihandelsabkommen EU und Mercosur beschlossen

Die EU und der südamerikanische Staatenbund Mercosur haben sich auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt. Details sind nicht bekannt und ob Einkäufer profitieren, ist ebenfalls noch nicht klar.

Die EU hat sich nach 20-jährigem Bemühen mit den Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Venezuela gehört eigentlich auch zu dem südamerikanischen Staatenbund, ist jedoch seit 2017 dauerhaft suspendiert.

Auto-Export gegen Rinder-Import

Die Bundesregierung erhofft sich von dem Abkommen vor allem erweiterte Absatzmärkte für die deutschen Exportbranchen Automobil- und Maschinenbau. Bislang sind die Märkte durch hohe Zölle weitgehend abgeschottet. Auf Autos müssen südamerikanische Importeure beispielsweise 35 Prozent Importsteuern  zahlen, auf Maschinen sind es noch 14 bis 20 Prozent. Diese sollen nun schrittweise abgebaut werden. Rund vier Milliarden Euro sollen auf diese Weise abgebaut werden.

Und die Auswirkungen für deutsche Einkäufer? Die Vorteile des Abkommens werden voraussichtlich in besseren Exportbedingungen liegen. Bislang exportierte die EU mehr in die Mercosur-Staaten als sie von dort importiert – 45 Milliarden vs. 43 Milliarden Euro. Die EU kauft dagegen in erster Linie landwirtschaftliche Produkte, allen voran Rindfleisch.

Größte Freihandelszone der Welt

Insgesamt entsteht durch das Abkommen die größte Freihandelszone der Welt, immerhin kommen EU plus die Mercosur-Staaten auf einen Markt mit 760 Millionen Einwohnern. Die von der EU-Kommission ausgehandelte Einigung muss noch von den 28 Mitgliedstaaten und dem Europaparlament bestätigt werden.

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Autor: Dörte Neitzel

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