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Fujitsu schließt sein Werk in Augsburg

Foto: Fujitsu

26.10.2018

Fujitsu schließt sein Werk in Augsburg

Der japanische Computer-Konzern Fujitsu schließt sein Augsburger Werk und will künftig die Entwicklung, Fertigung und Logistik von der Fabrik in Augsburg nach Japan verlagern.

Keine guten Nachrichten für Augsburg: Der japanische Computerkonzern Fujitsu macht sein Werk in Augsburg bis zum Jahr 2020 dicht. “Die Schließung betrifft alle 1.500 Beschäftigten des Standorts”, teilte ein Sprecher mit. Die Entscheidung wurde von der Unternehmensführung in Japan getroffen. Auch etwa 300 Jobs an anderen deutschen Standorten sollen gestrichen werden. n dem schwäbischen Werk produzierte das Unternehmen bislang hauptsächlich Computer, Notebooks und Speichersysteme.

Weg von Produkten, hin zu Services

Als Grund für die Schließung gab Fujitsu den „zunehmenden Wandel vom reinen Produktgeschäft hin zu Services“ an, also zu Dienstleistungen. Das Fujitsu-Werk in Augsburg gilt als das letzte Computerwerk in Europa. Lange ist Fujitsu dafür bewundert worden, im Hochlohnland Deutschland die Fertigung aufrecht erhalten zu haben.

Herstellung geht nach Japan

„Im Rahmen seiner globalen Management Direction gab Fujitsu heute eine neue weltweite Unternehmensstruktur, Änderungen beim Produktgeschäft sowie eine stärkere Fokussierung auf das Management, die Integration und den Betrieb von Services und Lösungen bekannt“, teilte das Unternehmen mit. „Infolge dieser Änderungen plant Fujitsu, die Aktivitäten in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung und Logistik in Deutschland auslaufen zu lassen und den Standort Augsburg bis spätestens September 2020 vollständig zu schließen.“ Die Herstellung soll künftig in Japan konzentriert werden.

Sozialplan für Mitarbeiter geplant

Wie es für die Arbeitnehmer in Augsburg und München weitergeht, war zunächst unklar. Bei Fujitsu sind rund 550 Arbeitnehmern in der Fertigung von Servern, Speichern und Mainboards, also elektronischen Steuerungen beschäftigt. Dazu kommen rund 500 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung und 400 in Funktionen wie Vertrieb und Marketing. Am Standort gibt es zudem mehr als 300 Leiharbeiter. “Derzeit befinden wir uns in Verhandlungen mit der Arbeitnehmer-Vertretung”, sagte der Sprecher. Kündigungen will Fujitsu mit einem Sozialplan abfedern.

Fujitsu beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 140.000 Menschen.

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Autor: Dörte Neitzel

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