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09.03.2018

Hackett-Studie: Digitalisierung kostet im Einkauf Arbeitsplätze

Bis 2022 werden durch die digitale Transformation und Offshoring ca. 660.000 Jobs in Westeuropa hinfällig werden. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der Hackett Group.

Die Makroprojektion der Hackett-Studie basiert auf der Analyse weltweit aktiver Unternehmen mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz: Danach können die unter-suchten Unternehmen in Westeuropa und Deutschland u.a. durch Technologien wie Robotics Process Automation (RPA), Advanced Analytics, Cloud-basierte Systeme und Offshoring im Bereich Beschaffung und Finanzen mehr als 30 Prozent der Jobs einsparen. Im Bereich HR und IT sind es immerhin noch um die 20 Prozent. Der Anteil der Jobverluste durch Offshoring liegt dabei insgesamt noch bei ca. 40 Prozent, wird aber – wie schon in den letzten Jahren – bei zunehmenden Automatisierungsgraden weiter an Bedeutung verlieren.

Georg Bach, Deutschlandchef der Hackett Group und Managing Director Central Europe  über den Anspruch der Studie: „Es gab und gibt eine unglaubliche Menge an Spekula-tionen und Unsicherheiten darüber, wie sich die Digitalisierung in der nächsten Zukunft auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Die Studie vermittelt erstmals wichtige empirische  Anhaltspunkte im Business Support Bereich der Großunternehmen.“

Direkte Auswirkungen auf Arbeitsinhalte

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsplatzinhalte und die Anforderungen an die Mitarbeiter werden immens sein, betont Georg Bach weiter: „Über die nächsten fünf Jahre werden die transaktionalen Prozesse weitestgehend durchautomatisiert. Die gute Nachricht ist, dass gleichzeitig mehr und mehr strategische, analytische und planerische Fähigkeiten und Talente im Kontext „smart data“ und „business intelligence“ benötigt werden, nicht zuletzt, um die digitale Transformation selbst effizient zu steuern.“

Dabei gibt es noch viel zu tun, was Ausbildung und Talent Management angeht, so der Hackett-Geschäftsführer: „Bei der Digitalisierung spielt der menschliche Faktor eine fast noch größere Rolle als die neuen Technologien – Personal mit relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen ist derzeit unzureichend verfügbar und muss konsequent ausgebildet und gefördert werden. Wettbewerbskritisch wird für die Unternehmen sein, zügig Zugang zu externen Talenten herzustellen, diese zu rekrutieren und zu halten – da davon auszugehen ist, dass nicht alle Positionen intern besetzt werden können.“

(Bild: Oliver De Moal -Fotolia.de)

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