Hanjin-Insolvenz gefährdet Lieferketten

Hanjin-Insolvenz gefährdet Lieferketten

12.09.2016

Hanjin-Insolvenz gefährdet Lieferketten

Der Konkurs der südkoreanischen Reederei verstärkt die Neuausrichtung der internationalen Containerschifffahrt. Die Frachtpreise sind nach oben geschnellt.

Hanjin, die siebtgrößte Reederei der Welt, ist laut Medienberichten zahlungsunfähig. Tausende von Kunden rund um den Globus, insbesondere in Deutschland, müssen nun womöglich monatelang auf ihre Bestellungen warten – ein Weckruf für die gesamte Branche.

Lieferketten in Gefahr

„Eine langwierige Herausgabe der Containerfracht stellt die eng getaktete Lieferkette vor eine Zerreißprobe. Die betroffenen Kunden benötigen jetzt von Hanjin schnelle und unkomplizierte Unterstützung bei der Abwicklung ihrer Transporte“, sagt Logistik-Experte Carsten Knauer vom BME.

Preise für Frachten schnellen hoch

Nach der Pleite von Hanjin sind die Frachtraten von Containern am Spotmarkt sprunghaft nach oben geschnellt. Auf den Hauptrouten nach Asien stiegen sie um 42 Prozent, meldet der Brancheninformationsdienst Tradewinds. Die Strecke Shanghai-Rotterdam verteuerte sich um 39 Prozent. Experten erwarten einen über Wochen anhaltenden starken Preisdruck.

Keine staatliche Rettung vorgesehen

„Es ist ein sehr ungewöhnlicher Schritt, dass es von staatlicher Seite in Südkorea keine Rettungsaktion für Hanjin gab“, sagte ein Branchenkenner gegenüber dem BME. Damit würde sich eine Wende in der Containerschifffahrt abzeichnen. Asiatische Linien bieten oft relativ niedrige Frachtraten an, was ein Grund für die finanzielle Schieflage von Hanjin sein dürfte. Für die insolvente Reederei sieht er keine Chance für einen Neubeginn.

Zusammenschluss von Reedereien

„Containerschifffahrt lebt von Vertrauen. Wenn das verloren gegangen ist, dauert es lange, bis die Kunden wieder beruhigt sind.“ Bereits in den vergangenen Jahren hat sich eine Reihe von Reedereien weltweit zusammengeschlossen, um durch eine Zusammenlegung der Frachten ihre Strecken zu optimieren.

Die Reederei Hanjin sollte im Zuge dieser Neuausrichtung Teil von „THE Alliance“ werden, ein Zusammenschluss von MOL, NYK Line, Hapag Lloyd, K Line und Yang Ming.

Bild: Hanjin

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Autor: Dörte Neitzel

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