Preisträger IPA-Innovationspreise 2016
15.12.2015

IPA-Innovationspreis: Exoskelett für Logistik und Produktion

Seit 23 Jahren lobt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA jährlich Innovationspreise aus. Die interne Auszeichnung würdigt die Leistung der Wissenschaftler und gibt Anreize für neue Entwicklungen in der ngewandten Forschung.

Die Themen müssen am IPA entwickelt oder zusammen mit IPA-Kunden erarbeitet worden sein. Diese werden nach Kriterien wie Kreativität, Kundennutzen und methodisch-wissenschaftlicher Ansatz bewertet. Sechs Entwicklungen nominierte die Jury für die Präsentation auf dem Innovations- und Gründertag am Fraunhofer IPA, vier davon zeichnete sie aus.

Das Exoskelett unterstützt Logistiker und Produktioner bei der Überkopfarbeit.

Das Exoskelett unterstützt Logistiker und Produktioner bei der Überkopfarbeit.

Den ersten Preis bekam ein neuartiges Exoskelett. Solche Systeme unterstützen Menschen bei schwerer körperlicher Arbeit vor allem in Produktion und Logistik. Bisherige Lösungen schränken den Träger in seiner Bewegungsfreiheit allerdings stark ein. Hier verspricht das „Stuttgart Exo-Jacket“ vom Team um David Minzenmay Abhilfe. Die Anwendung ist mit Antriebsmodulen an den Ellenbogen- und Schultergelenken ausgestattet, die bei Belastungen zusätzliche Energie zuführen, aber auch als Freilaufgelenke nutzbar sind. Ebenso unterstützen Gelenkketten an den Schultern und ein an die menschliche Wirbelsäule angelehntes Rückenmodul passiv, lassen dabei aber alle Bewegungen dieser Körperpartien zu.

Auf diese Weise kann der Träger schwere Lasten heben, ohne Einschränkungen durch das Oberkörper-Exoskelett in Kauf nehmen zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Da die Motoren bei den Bewegungen nicht permanent aktiviert werden müssen, verbraucht die Anwendung weniger Energie als herkömmliche Lösungen. Außerdem schützt sie Wirbelsäule des Trägers vor falschen Bewegungen und beugt Gelenkschäden durch Überbelastung vor. Eingesetzt werden kann das Exo-Jacket in der Schwermontage und der Logistik. Da das System modular aufgebaut ist, lässt es sich für verschiedene Aufgaben flexibel anpassen.

Den zweiten Platz gewann das Projekt „Hydraulikinstrumente für die minimal invasive Chirurgie“, den dritten Platz teilen sich zwei Gewinner: ein „Gerät zur automatisierten Virusinaktivierung mittels niederenergetischer Elektronenstrahlung“ sowie ein „Neues Werkzeugkonzept und Bearbeitungsverfahren für die Bohrbearbeitung moderner Leichtbau-Werkstoffe“.

 Foto: IPA

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