Das wünschen sich Angestellte von ihren Chefs

Das wünschen sich Angestellte von ihren Chefs

09.04.2018

Das wünschen sich Angestellte von ihren Chefs

Die Deutschen gehen gerne ins Büro, sagt eine Umfrage von Porsche Consulting. Diese besagt allerdings auch, dass die Angestellten einige Wünsche und Forderungen an ihre Chefs haben.

Aufatmen bei Chefs: Neun von zehn Angestellten sind mit der Arbeitsatmosphäre in ihrer Firma grundsätzlich zufrieden. Doch es gibt auch Kritik. Denn 93 Prozent der Arbeitnehmer in Büroberufen würden gerne eigene Ideen einbringen – wenn ihre Chefs denn dafür offen wären. Kreativität werde ohnehin nicht ausreichend gefördert.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Porsche Consulting. Die Managementberatung fragte bei mehr als 1.000 Angestellten verschiedener Unternehmen aus ganz Deutschland im Alter zwischen 25 und 65 Jahren nach.

Mehr Zeit für Kreativität

So wünscht sich jeder zweite Befragte (53 Prozent) täglich mindestens eine Stunde, in der er in Ruhe nachdenken und planen kann. Denn das geschieht laut Studie derzeit eher außerhalb der Arbeitswelt.

Die Zahlen belegen das. 46 Prozent der Befragten haben berufliche Geistesblitze auf dem Weg zur Arbeit. 43 Prozent entwickeln neue Ideen in den eigenen vier Wänden. Doch da fehle ihnen der direkte Austausch mit den Kollegen, so die Studien-Macher.

Mehr Mitsprache gefordert

Deswegen empfiehlt Porsche Consulting, einen passenden Rahmen zu schaffen, damit Unternehmen die Innovationskraft ihrer Mitarbeiter besser nutzen können. Denn die Studienteilnehmer fordern außerdem klare Verantwortlichkeiten (52 Prozent).

Darüber hinaus erwarten 43 Prozent von ihren Vorgesetzten mehr Möglichkeiten zur Mitsprache bei der Aufgabengestaltung.

Auch Investitionen in den Arbeitsplatz würden sich laut Porsche Consulting lohnen. 40 Prozent fordern modernere Büros mit besser geeigneten Möbeln und 37 Prozent eine zeitgemäße IT-Ausstattung (leistungsfähige Computer, Software), um besser arbeiten zu können.

Von Arbeits-Spaziergängen und großzügigen Kaffeeküchen

Ebenso sei zum Beispiel eine großzügige Kaffeeküche oft ein guter Ort für spontane Kommunikation, „die nicht selten zu schnellen, unkomplizierten Lösungen“ führe. Firmen, die „kreative Pausen“ nicht nur zuließen, sondern förderten, könnten davon nur profitieren.

Und auch Arbeitstage zu Hause im Home Office dürften von Vorgesetzten nicht länger als „bezahltes Blaumachen“ verurteilt werden. Flexibilität sei eines der Merkmale für gute Arbeitsbedingungen. Oft seien es ganz einfache Lösungen, die beim Mitarbeiter ankommen und als Verbesserung gelobt werden.

„Wenn Umfeld und Atmosphäre passen, arbeiten Menschen automatisch richtig gut zusammen“, sagt Wolfgang Freibichler, Partner bei Porsche Consulting. Dabei sei es Aufgabe der Vorgesetzten, traditionelle Regeln zu hinterfragen und ihren Mitarbeitern mehr Spielraum zur Entfaltung zu gewähren.

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Autor: Dörte Neitzel

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