Mehrheit der Angestellten ist mit Gehalt unzufrieden
14.05.2018

Mehrheit der Angestellten ist mit Gehalt unzufrieden

Mehr als die Hälfte der Befragten einer Studie des Netzwerks Xing sind der Meinung, dass sie unterdurchschnittlich verdienen und auch sonst nicht angemessen vergütet werden.

Mehr Gehaltstransparenz, zu viele Überstunden und zu niedrige Löhne – das ist das Kurzfazit einer Online-Umfrage des Netzwerks Xing unter mehr als 12.000 Teilnehmern.

Unterdurchschnittliche Gehälter

Danach sind 57 Prozent der Befragten mit ihrem derzeitigen Gehalt unzufrieden. Mehr als ein Drittel der Unzufriedenen glaubt zudem, dass sie unter dem Marktdurchschnitt verdienen. Ein weiteres Drittel bemängelt, dass ihre Leistungen und insbesondere Zusatzleistungen nicht angemessen vergütet werden.

16 Prozent der Umfrage-Teilnehmer geben an, dass andere Kollegen trotz gleicher Arbeit mehr verdienen.

Mehr Transparenz gewünscht

Laut der Studie fordern deshalb auch 77 Prozent einen transparenteren Umgang mit Gehältern in der Firma. Doch dieser Wunsch nimmt mit steigender Vergütung deutlich ab. Während 8 von 10 Befragten mit einem jährlichen Bruttogehalt von bis zu 50.000 Euro eine klare Kommunikation fordern, möchte das nur jeder zweite Angestellte mit einem Lohn von 150.000 Euro.

Überstunden an der Tagesordnung

Die Auswertung zeigt, dass Halbtagskräfte weniger dazu neigen, Überstunden zu machen als Kollegen in Vollzeit. Während ein Drittel der befragten Teilzeitbeschäftigten angibt, keine Überstunden zu machen, sind es unter Arbeitnehmern in Vollzeit lediglich 16 Prozent, die keine Überstunden leisten.

Insgesamt geben 8 von 10 Studienteilnehmern an, mehr zu arbeiten, als in ihrem Vertrag vereinbart ist. 20 Prozent davon häufen sogar mehr als zehn Überstunden wöchentlich an.

Besonders viel arbeiten dabei – wenig überraschend – Befragte in höheren Positionen, beispielsweise in der Geschäftsführung. Dort kommen mehr als 13 Überstunden pro Woche zusammen. Doch auch Angestellte mit Erfahrung und etwas weniger Verantwortung arbeiten acht Stunden mehr als vertraglich vereinbart. Vergleichsweise gut geht es den Berufseinsteigern, die laut Umfrage auf bis zu dreieinhalb Stunden Mehrarbeit kommen.

Bild: weyo/Fotolia.de

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